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Zoff um Trump-PreisNorwegens Verbandschefin attackiert FIFA-Boss Infantino scharf

Donald Trump und Gianni Infantino

Copyright: Jacquelyn Martin/AP/dpa

Umstritten: der erstmals von FIFA-Präsident Infantino (r) an US-Präsident Trump vergebene FIFA-Friedenspreis. (Archivbild)

Zoff um Trump-Ehrung: Norwegen legt sich mit FIFA an.

Zoff um Trump-Ehrung: Norwegen-Chefin legt sich mit FIFA-Boss an. Das ist eine klare Ansage an die FIFA! Lise Klaveness (45), die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, verlangt, den umstrittenen Friedenspreis des Weltverbands wieder einzustampfen. Auf eine direkte Frage des Senders NRK aus Norwegen antwortete die 45-Jährige, die schon in der Vergangenheit kein Blatt vor den Mund nahm, unmissverständlich.

Der Grund für den ganzen Ärger: FIFA-Chef Gianni Infantino hatte die Auszeichnung bei der WM-Auslosung im Dezember zum ersten Mal überhaupt verliehen – und zwar ausgerechnet an US-Präsident Donald Trump. Eine Entscheidung, die für einen gewaltigen Aufschrei sorgte.

„Wir kritisieren die Einführung dieser Auszeichnung. Sie hatte keine Grundlage im FIFA-Kongress“, sagte Klaveness nun. „Sie ist nicht legitim und liegt eindeutig außerhalb des FIFA-Mandats. Es ist bedenklich, dass eine politische Auszeichnung ohne jegliche Grundlage eingeführt wird.“

Norweger unterstützen Beschwerde gegen FIFA-Boss Infantino

Jetzt geht der norwegische Verband sogar noch einen Schritt weiter und stellt sich hinter eine offizielle Beschwerde der britischen Menschenrechtsorganisation FairSquare gegen Infantino, wie die dpa berichtet.

VAR-Debatte in Norwegen

Copyright: Armando Franca/AP/dpa

Friedenspreis abschaffen, fordert Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness. (Archivbild)

FairSquare hatte schon im Dezember einen Beschwerdebrief an die FIFA gesendet. Doch wie der Chef von FairSquare, Nick McGeehan, berichtet, kam als Reaktion bisher nur eine Eingangsbestätigung zurück. Getan hat sich seitdem nichts.

Klaveness: „Wir bitten die Ethikkommission, dies zu prüfen“

Der Vorwurf wiegt schwer. „Es geht darum, dass die FIFA durch ihren Präsidenten gegen die Regeln der politischen Neutralität verstoßen hat, indem sie diesen Friedenspreis verliehen hat. Wir bitten die Ethikkommission, dies zu prüfen“, machte Klaveness ihre Forderung deutlich.

Dass sich jetzt ein nationaler Verband der Beschwerde anschließt, erhöht den Druck auf die FIFA enorm. „Ich glaube, das wird für die FIFA problematisch“, sagte McGeehan. „Es ist etwas ganz anderes, wenn es von einem Fußballverband kommt. Sie können eine Beschwerde von uns zurückweisen, aber wenn sie von einem Verband kommt, der zudem ein Vorstandsmitglied in der UEFA hat, dann hat sie einen ganz anderen Stellenwert.“

Und die FIFA selbst? Von dort hieß es bereits im vergangenen Jahr zu den Anschuldigungen, der Präsident müsse „gute Beziehungen“ zu den Staatschefs der Gastgeberländer pflegen, um eine erfolgreiche Veranstaltung zu garantieren. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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