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Spionage-Vorwurf an ItalienMann mit Tarnjacke filmt Training vor WM-Duell heimlich

Mega-Wirbel vor dem WM-Quali-Kracher! Ein Mann filmt heimlich das Abschlusstraining der Bosnier. Steckt Italiens Verband dahinter?

Die Anspannung ist riesig vor dem alles entscheidenden Playoff-Duell von Bosnien-Herzegowina gegen Italien am Dienstagabend (20.45 Uhr, DAZN). Es geht um alles: Der Gewinner fährt zur WM, der Verlierer muss sich das Turnier vom Sofa aus ansehen.

Schon länger ist die Atmosphäre aufgeheizt, geprägt von Provokationen und Argwohn auf beiden Seiten. Beim Abschlusstraining der Bosnier ist es zu einem weiteren Vorfall gekommen, der zusätzlich Öl ins Feuer gießt.

Italienischer „Spion“ entpuppt sich als Soldat

Während der letzten Übungseinheit des bosnischen Teams mit Star-Spieler Edin Dzeko im Sarajevoer Stadtteil Butmir ist eine unbefugte Person entdeckt worden. Ein Mann im Camouflage-Look machte Videoaufnahmen, obwohl die für die Presse vorgesehenen 15 Minuten schon um waren.

Nach der Feststellung seiner Identität folgte die große Überraschung: Es war ein italienischer Soldat, der in Bosnien stationiert ist. Das berichtet „La Gazzetta dello Sport“.

Die bosnische Presse schlug sofort Alarm: „Das ist ein Spion, der unsere Taktik auskundschaften soll!“ Laut „La Gazzetta dello Sport“ sei der italienische Fußballverband aber unbeteiligt: Bei der FIGC habe niemand etwas von dem „Spion“ gewusst.

Der Militärangehörige, der im Rahmen der EU-Mission Eufor auf dem Balkan im Einsatz ist, habe sich nur durch Zufall beim Trainingsplatz im Sarajevoer Stadtteil Butmir aufgehalten, hieß es. Das Handy habe er aus rein privatem Interesse gezückt, um die Truppe um Superstar Edin Dzeko als Erinnerung zu filmen.

Dennoch legte Bosnien bei Eufor offiziell Protest ein. Aber auch von dieser Seite sei bestätigt worden, dass der italienische Fußballverband in die Angelegenheit nicht involviert ist.

Zuletzt hatte es bereits Ärger gegeben, weil im italienischen Fernsehen gezeigt worden war, wie sich einige Nationalspieler über den Sieg der Bosnier gegen Wales gefreut hatten, da Bosnien als der vermeintlich schwächere Gegner im WM-Endspiel gilt. Arrogant und respektlos sei das, fanden viele bosnische Fans.

Schalke-Star Dzeko reagierte aber gelassen. „Das ist völlig normal, jeder hat seine Vorlieben. Meine war es nicht unbedingt, gegen Italien zu spielen.“

Durch die Sozialen Medien würden normale Dinge schnell zu einer riesigen Sache, betonte er, konnte sich aber einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. „Wenn diese unglaubliche Mannschaft, die in ihrer Geschichte vier Weltmeisterschaften gewonnen hat, Angst hat, gegen Wales zu spielen, zeigt das, dass es ein Problem gibt.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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