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Das gesamte Stadion applaudierte Perfide Aktion: Schottische Fans verhöhnen die Queen

Fans von Celtic Glasgow präsentieren beim Premiership-Spiel bei St. Mirren ein Banner gegen die britische Königsfamilie

Fans von Celtic Glasgow verhöhnten am Sonntag (18. September 2022) beim Premiership-Auswärtsspiel gegen St. Mirren die verstorbene Queen mit Gesängen und einem Banner.

Hunderttausende Menschen begleiteten die verstorbene Queen Elizabeth II. am Montag auf ihrem letzten Weg. Zuvor war die englische Königin abermals von Fans des schottischen Klubs Celtic Glasgow verhöhnt worden.

Weltweit haben am Montag (19. September 2022) Millionen Menschen das Staatsbegräbnis von Queen Elizabeth II. verfolgt. 2000 geladene Gäste waren in der Londoner Westminster Abbey beim Trauer-Gottesdienst dabei. Die Anteilnahme nach dem Tod der britischen Monarchin war groß. Doch nicht bei jedem.

So verhöhnten Fans des schottischen Erstligisten Celtic Glasgow die Queen am Samstag abermals mit Gesängen und einem Banner. Beim Auswärtsspiel der Premiership gegen St. Mirren waren die Zuschauerinnen und Zuschauer vor dem Anpfiff dazu aufgefordert, der verstorbenen Queen Elizabeth mit Applaus Respekt zu zollen. Dabei kam es zum Eklat.

Fans von Celtic Glasgow verhöhnen verstorbene Queen Elizabeth II.

Während die Menschen im Stadion applaudierten, hissten die Celtic-Fans ein Banner mit der Aufschrift „If you hate the royal family clap your hands“, zu Deutsch: „Wenn ihr die königliche Familie hasst, klatscht in die Hände!“

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Gleichzeitig sang der mitgereiste Celtic-Anhang die Zeile mehrfach lautstark und gut hörbar für alle im St. Mirren Park.

Ein durchaus perfider Schachzug der Celtic-Fans: Denn so spannten sie alle applaudierenden Zuschauerinnen und Zuschauer, aber auch die Profis auf dem Rasen unfreiwillig für ihre Zwecke ein.

Der Grund für die Celtic-Abneigung gegenüber den Royals findet sich in der Historie des Klubs. So wurde der Verein im Jahr 1887 gegründet – und ist seit jeher irisch geprägt.

So sympathisierten von Beginn an zahlreiche irische Einwanderer im ärmlichen Osten Glasgows mit dem Klub. Zudem ist Celtic katholisch geprägt, anders als die Anhängerschaft des Erzrivalen Rangers, die als pro-britisch und protestantisch gelten.

Seit 1922 ist Nordirland unabhängig, Nordirland wiederum blieb nach dem blutigen Unabhängigkeitskrieg gegen die britische Regierung Teil des Königreiches. Seitdem schwelt ein politischer Konflikt, der im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts immer wieder auch gewaltsam eskalierte.

Bereits am vergangenen Mittwoch (14. September) hatten Fans der Schotten die Queen während des Champions-League-Spiels gegen Schachtar Donezk mit Gesängen und Spruchbändern verhöhnt. (kos)

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