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Schock für Ex-FC-ProfiKlub-Präsident (†49) in der Nacht erschossen

Medienrunde mit Iliyan Filipov.

Copyright: YouTube/Palms Sport

Iliyan Filipov am 15. September bei einer Medienrunde.

Ein Verbrechen erschüttert Bulgarien: Der Chef des Fußball-Erstligisten Botev Plovdiv ist in der Nacht auf seinem Anwesen ermordet worden.

Die Fußballwelt in Bulgarien steht unter Schock. Iliyan Filipov (†49) Präsident des Erstligisten Botev Plovdiv, ist in der Nacht zum Mittwoch (30. September 2026) auf seinem privaten Anwesen in Plovdiv ermordet worden. Den gewaltsamen Tod des Vereinsfunktionärs hat die Staatsanwaltschaft mittlerweile bestätigt.

Bei der Regionaldirektion des Innenministeriums ging um etwa 1 Uhr nachts die Information über einen getöteten Mann in einer Wohngegend von Plovdiv ein. Die sofort alarmierten Beamten konnten am Ort des Geschehens nur noch den leblosen Körper von Filipov auffinden.

Iliyan Filipov hatte in Plovdiv erst vor einem Jahr übernommen

Laut offiziellen Angaben hatte es zuvor keine Anzeichen für eine Bedrohung des Klub-Chefs gegeben. Das berichtet „Bild“. In Plovdiv steht seit vergangener Saison auch der frühere Bundesliga-Profi Nikola Soldo (25) unter Vertrag. Er war nach dem Ende seiner erfolglosen Zeit beim 1. FC Köln nach Bulgarien gewechselt.

Wegen des Kapitalverbrechens hat die Polizei sofort die Arbeit aufgenommen und den Fundort der Leiche großflächig abgeriegelt. Es gibt Meldungen, wonach am frühen Morgen sogar sämtliche Ausfallstraßen von Plovdiv blockiert wurden. Was hinter der Bluttat steckt, ist derzeit noch völlig offen.

In Plovdiv war Filipov kein Unbekannter. Der Gründer und Chef des Transport- und Baukonzerns PIMK stieg im Sommer 2025 beim traditionsreichen Klub Botev Plovdiv ein, der ein Jahr zuvor den nationalen Pokal gewonnen hatte. Dem Verein stand zu diesem Zeitpunkt mit Schuld von 3,5 Millionen Euro das Wasser bis zum Hals.

Durch das finanzielle Engagement von Filipov kam der älteste Klub des Landes auch finanziell wieder auf Kurs. Er forcierte obendrein die Modernisierung des Hristo-Botev-Stadions, was ihm bei den Anhängern große Beliebtheit einbrachte. Nach seinem Tod veranstalteten die Fans am Mittwochabend eine Mahnwache vor dem Stadion.

Mit einer emotionalen Botschaft auf Instagram reagierte der Verein auf die schreckliche Nachricht. Dort steht geschrieben: „Iliyan Filipov wird für immer Teil der Geschichte von Botev Plovdiv bleiben.“

Der Verein zollte seinem verstorbenen Präsidenten weiteren Tribut: „Sein Name wird mit goldenen Lettern für die Nachwelt in Erinnerung bleiben, dank der erfolgreichen Fertigstellung des Umbaus des ‚Hristo-Botev‘-Stadions“. In dieser schweren Phase stehe man der Familie und den Freunden bei. (red)