„Friere die Zeit ein“ Ronaldo, Ibrahimovic, Lewandowski: Drei Mega-Stars kämpfen um letzten WM-Tanz

Cristiano Ronaldo ist der Kapitän von Portugal im Spiel gegen die Türkei.

Cristiano Ronaldo beim Sieg über die Türkei im Playoff-Halbfinale am 24. März 2022.

Drei Superstars kämpfen in der WM-Qualifikation ums Überleben. Cristiano Ronaldo ist Favorit gegen Nordmazedonien, zwischen Zlatan Ibrahimovic und Robert Lewandowski kommt es dagegen zum ultimativen Showdown.

Cristiano Ronaldo wusste, dass diese Frage kommt. Genervt hat sie ihn trotzdem. In kurzer Hose und Badelatschen hörte der 37-Jährige im Estádio do Dragão in Porto dennoch geduldig zu, als es mal wieder um seine fußballerische Zukunft ging.

Ob denn die kommende Weltmeisterschaft in Katar seine letzte sein würde, wollte ein Reporter wissen. Ronaldo schaute ihn so ernst an, als hätte er sich gerade etwas Unerhörtes erlaubt. „Nur ich werde über meine Zukunft entscheiden, niemand sonst. Wenn ich gerne weiterspielen will, spiele ich weiter. Wenn nicht, dann nicht“, sagte er am Montag. „Ich bin der Boss. Punkt.“

Zlatan Ibrahimovic will noch nicht Aufhören

Da hat er etwas gemeinsam mit Zlatan Ibrahimović (40). Der hatte in der vergangenen Woche getönt, er höre erst auf, „wenn ich jemand besseren sehe als mich“. Nun zeigte er sich in Bewegungsunschärfe auf Instagram, schrieb dazu: „Ich friere die Zeit ein.“

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Erstmal müssen die alternden Megastars sich aber für die WM qualifizieren, wie auch Robert Lewandowski (33). In einem Alter, in dem andere schon als Trainer oder TV-Experten arbeiten, beeindrucken alle drei immer noch mit mehr oder weniger großartigen Leistungen und einer noch großartigeren Fitness.

Robert Lewandwoski trotz der Zeit

Und alle drei spielen an diesem Dienstag (20.45 Uhr/DAZN) um eines der letzten Tickets für die Weltmeisterschaft in Katar. Was sie noch eint: Sie setzen seit Jahren die inoffizielle Regel außer Kraft, wonach Fußballer-Karrieren mit Anfang 30 auf die Zielgerade einbiegen.

Robert Lewandowski aus Polen nach Spielende bei der Vorrunde zur WM, Gruppe H, Polen - Senegal im Spartak-Stadion.

Polens Kapitän Robert Lewandowski, hier am 19. Juni 2018 bei der WM in Russland, trifft auf Ibrahimovic.

Zwischen „Ibra“ und „Lewa“ kommt es zum direkten Duell: Im Playoff-Finale wird der Stürmer vom AC Mailand gegen die Polen und Lewandowski um die Chance auf seine wohl letzte WM spielen. Parallel treten die Portugiesen und Ronaldo gegen Italien-Bezwinger Nordmazedonien an. Mindestens einer der drei Altstars wird das Winterturnier in Katar also verpassen. Dass er es nicht sein wird, machte Ronaldo am Montag in Porto deutlich.

Cristiano Ronaldo vor fünfter WM-Teilnahme

„Ich bin sehr zuversichtlich“, sagte der Angreifer von Manchester United. Gegen die Nordmazedonier wird Cristiano Ronaldo sein 186. Länderspiel bestreiten, eine WM-Teilnahme in Katar wäre seine fünfte. Aber was treibt einen in diesem Alter überhaupt noch an? Spieler wie Ronaldo, Ibrahimovic oder Bayern Münchens Lewandowski haben während ihrer langen Karrieren fast alles gewonnen und noch mehr gesehen.

„Wir wachen auf, wir bereiten uns vor, wir trainieren, wir essen und wir schlafen. Am nächsten Tag ist es genau dasselbe. 20 Jahre lang macht man nichts anderes, und daraus ziehen wir unser Adrenalin“, erzählte Ibrahimović jüngst in einem UEFA-Interview. „Wenn du jetzt plötzlich aufhörst, bekommst du auch keinen Adrenalinschub mehr.“ Vielleicht ist das tatsächlich die einfache Antwort auf eine auf den ersten Blick gar nicht so leichte Frage.

40 Jahre ist Ibrahimović mittlerweile alt. Er wurde bekannt durch unglaubliche Tore, Kunststücke und seine große Klappe. Mittlerweile auch dadurch, dass er noch längst nicht aufhören will. Der Schwede lässt seine Zukunft unabhängig vom Turnier in Katar offen. So wie Ronaldo und Lewandowski. (dpa/ach)

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