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Wirbel um neuen Oranje-Coach Weil er per Klausel flüchtete: Van Gaals Nachfolger im Fan-Kreuzfeuer

Ronald Koeman fasst sich bei einem Spiel des FC Barcelona an den Hals

Ronald Koeman, hier am 27. Oktober 2022 im Clásico mit dem FC Barcelona gegen Real Madrid, muss die Oranje-Fans als neuer Bondscoach erst wieder überzeugen.

Stotterstart für Ronald Koeman beim zweiten Anlauf als Bondscoach in den Niederlanden. Weil viele Fans seinen Abgang bei der ersten Amtszeit noch immer nicht verdaut haben, gab es nach der Ernennung viel Gegenwind.

Das Trainerkarussell bei der niederländischen Nationalmannschaft hat sich einmal mehr gedreht – und wieder ist ein alter Bekannter aufgestiegen. Dass Ronald Koeman (59) am Mittwoch (6. April 2022) als neuer Bondscoach verkündet wurde, weckte bei vielen Oranje-Fans allerdings böse Erinnerungen.

Entsprechend kühl war auch die Resonanz auf den neuen Nationaltrainer, der Louis van Gaal (70) zum Jahresende und damit gleich nach der WM 2022 in Katar ablösen soll. Denn seinen Abgang bei der ersten Amtszeit im August 2020 haben viele Anhängerinnen und Anhänger Koeman bis heute nicht verziehen.

Ronald Koeman verließ die Niederlande für den FC Barcelona

Nach der verpassten WM 2018 hatte der frühere Weltklasse-Spieler die Elftal zwar souverän zur EM 2021 geführt, dann allerdings dank einer Ausstiegsklausel weit vor Turnierbeginn die Flucht ergriffen. Der FC Barcelona klopfte nach dem Rauswurf von Trainer Quique Setién (63) an, Koeman machte die eigens eingebaute Barça-Option in seinem bis Ende 2022 laufenden Vertrag geltend und tauschte Holland gegen Katalonien.

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Dort inzwischen wieder mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt, wagt Ronald Koeman nun den zweiten Anlauf als Bondscoach. Wenn Routinier van Gaal sich Ende 2022 nach seiner dritten Amtszeit in den Ruhestand verabschiedet, soll Koeman seine Mission von damals wieder aufnehmen. Doch bis zu den damaligen Beliebtheitswerten ist es beim Wiederbeginn ein weiter Weg.

Oranje-Fans üben Kritik an Rückkehr von Ronald Koeman

Der Blick auf die Reaktionen in den sozialen Netzwerken machte deutlich, dass der neue Bondscoach sich den Rückhalt der Fan-Schar erst wieder erarbeiten muss. Der Ärger richtete sich dabei sowohl gegen den Rückkehrer als auch gegen den Verband KNVB.

„Der KNVB ist so verzweifelt, dass er jemanden, der ihn vor einer Endrunde im Stich gelassen hat, bittet, zwei Jahre später wiederzukommen“ ärgerte sich ein Fan bei Twitter und richtete sich direkt an Koeman: „Bleib weg, wenn du eigentlich lieber etwas anderes machen wolltest.“

Weitere Fan-Reaktionen bei Twitter im Überblick:

  • „Bis sie ihn woanders wieder brauchen und er wieder alles fallen lässt.“
  • „Ich gehe davon aus, dass der KNVB jetzt alle Traumklub-Klauseln gestrichen hat, sodass Koeman nicht irgendwo mitten in einer Saison zum FC Leckmichamarsch gehen kann, ‚weil das sein Traumklub ist‘.“
  • „Nur im Profifußball wird man für Opportunismus und Illoyalität mit einer Gegenleistung belohnt.“
  • „Hoffentlich hat die Bahn während seiner Amtszeit viele Pannen, sonst springt er direkt wieder auf den nächsten Zug.“

Immerhin: Vereinzelt gab es durchaus auch positive Reaktionen auf die Berufung Koemans, der in seiner vorigen Amtszeit deutlich besseren Fußball hatte spielen lassen als sein erfolgloser Nachfolger Frank de Boer (51).

„Was für Reaktionen. Er hat sich damals gut geschlagen und jeder hat ihm den Job beim FC Barcelona gegönnt“, erinnerte ein Anhänger bei Facebook an zwei ansehnliche Jahre unter Koeman. Sollten sich diese Eindrücke auch nach der Rückkehr bestätigen, dürfte das Meinungsbild in Oranje wohl auch schnell wieder umschlagen. (bc)

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