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WM-Auftakt gegen CuracaoRiesen-Wirbel um Schiri-Geste bei Deutschland-Spiel

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Kurz vor Anpfiff des Deutschland-Spiels gegen Curacao bei der WM 2026 schwenkte die TV-Regie in die VAR-Kabine. Dort sorgte der australische Support-VAR mit einer Geste für Aufsehen.

Die WM 2026 ist auch für die Videoschiedsrichter eine große Bühne, vor jedem Spiel schwenkt die TV-Regie kurz in die Weltmeisterschafts-Version des Kölner Kellers, wo die beiden Video-Assistenten sowie ein dritter Support-VAR ganz genau auf die Spiele blicken.

Während die Trios bislang immer nur verstohlen in die Kamera blickten, sorgte der dritte Mann beim Deutschland-Spiel gegen Curacao am Sonntag (14. Juni) für großes Aufgehen mit einer Geste, die er in die Kamera zeigte.

Shaun Evans fällt mit Handzeichen auf

Der Australier Shaun Evans (38) hielt Zeigefinger und Daumen der rechten Hand aufeinander, spreizte die weiteren Finger auffällig ab. Seit jeher gilt die Geste vor allem beim Tauchen als „Okay“-Zeichen unter Wasser, wo Handzeichen das entscheidende Mittel zur Kommunikation sind.

Gleichzeitig wird die Geste aber auch in der Neonazi-Szene als Teil der „White Power“-Bewegung genutzt, gewalttätige Rechtsextremisten hatten das Zeichen in diesem Zusammenhang schon in mehreren Fällen verwendet. Kein Wunder also, dass in den sozialen Netzwerken umgehend über den Referee und seine Geste diskutiert wurde.

„Hat der VAR gerade das ,White Power‘- Handzeichen gemacht??“, fragte ein User bei X – und war damit längst nicht der Einzige. „Ähm - White Power-Zeichen beim Schiedsrichter grad?“, hieß es in einem anderen Beitrag. 

Ein User legte sich sogar fest und schrieb: „Genau das Gleiche gedacht und nur deshalb das erste Mal seit Jahren wieder auf X gegangen. Hoffe, das hat Konsequenzen, weil kann mir niemand erzählen, dass das eine natürliche Haltung der Hand sei.“

Auch dem internationalen Publikum fiel die Geste auf, so fragte eine Userin etwa auf Portugiesisch, ob sie das Zeichen gerade richtig gedeutet habe. Ein Fußball-Fan aus Schweden fragte beim Kurznachrichtendienst ebenfalls irritiert nach den Eindrücken anderer Zuschauer.

Das VAR-Trio vor dem Spiel der WM 2026 zwischen Deutschland und Curacao.

Copyright: Screenshot ARD

Blick in den VAR-Raum beim Deutschland-Spiel gegen Curacao. Der Australier Shaun Evans (l.) zeigt in der TV-Schalte ein Zeichen mit seiner rechten Hand.

Evans, der in seiner Heimat bislang knapp 200 Erstliga-Spiele geleitet hat, konnte während des Spiels logischerweise nicht für Aufklärung sorgen. Mit welchem Hintergrund der Australier die Geste bei der TV-Schalte gezeigt hatte, blieb zunächst unklar.

Die Spekulationen kochten entsprechend hoch und fanden in etlichen ungläubigen Nachrichten bei Social Media Ausdruck. Gut möglich, dass der Aufreger jetzt auch noch ein Thema für die Fifa wird. (bc)

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