„FC ist in Stuttgart im Vorteil“ Reiner Calmund jubelt im Saison-Finale gleich mit drei Vereinen

Reiner Calmund steht nach einem Gespräch an einem Spiegel.

Reiner Calmund (hier am 10. März 2022) freut sich über den Erfolg von Bayer Leverkusen, dem 1. FC Köln und Schalke 04.

Bei Reiner Calmund schlugen am Wochenende gleich drei Fan-Herzen in der Brust. Der Fußball-Experte freute sich mit Bayer Leverkusen, dem 1. FC Köln und Schalke 04.

Der 33. Spieltag hat bereits viele Emotionen hervorgerufen. Etliche Vereine haben einen Spieltag vor dem Saisonende schon ihr Ziel erreicht und durften feiern, andere müssen weiter zittern. Einer, der am Wochenende besonders viel Spaß hatte, ist Reiner Calmund (73).

Der frühere XXL-Manager hatte gleich dreifach Grund zum Jubeln. „Für mich war es das perfekte Wochenende. Drei Vereine, an denen mein Herz hängt und mit denen ich geschäftlich sehr eng zu tun hatte, durften schon feiern“, erzählt er EXPRESS.de.

Calmund war selber Augenzeuge des 4:2-Siegs von Bayer Leverkusen bei der TSG Hoffenheim. Damit hat sich die Werkself, für die Calli als Vorstand, Manager und Geschäftsführer 28 Jahre aktiv war, das Ticket für die Champions League gesichert. „Ich habe gemerkt, dass solche Spiele eigentlich nichts mehr für mich sind“, gestand er. „Meine Nerven halten das nicht mehr so gut aus.“

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Im ersten Durchgang war Hoffenheim klar besser, führte zur Pause 2:1. Erst nach dem Wechsel legte Bayer 04 los. „Da wollten sie mich wohl noch mal so richtig auf die Achterbahn schicken“, sagt Reiner Calmund, der sich nach Abpfiff mit seinem Freund Rudi Völler (62) freuen konnte. Der frühere Teamchef der Nationalmannschaft verabschiedet sich mit einem Königsklassen-Platz aus dem Amt.

Reiner Calmund: „Meine halbe Familie drückt dem 1. FC Köln die Daumen“

Fast zeitgleich brachen in Köln die Dämme. „Wenn es um den 1. FC Köln geht, ist auch bei mir zu Hause immer Derby“, sagt Calmund. „Die halbe Familie drückt dem FC die Daumen. Daher freue ich mich auch sehr für die Kölner, dass sie im kommenden Jahr europäisch spielen. Ob es jetzt Europa oder Conference League wird, ist doch egal. Vor einem Jahr sind sie dem Tod von der Schippe gesprungen, nun geht’s nach Europa. Das ist doch sensationell.“

Das Fußball-Schwergewicht sieht auch noch gute Chancen für den FC, am Ende doch Platz sechs zu erreichen. „Die Konstellation am letzten Spieltag könnte Köln liegen. Stuttgart muss das Spiel gewinnen, das wird eine andere Nervenbelastung als gegen die Bayern. Dadurch, dass der VfB Tore schießen muss, werden sich für Köln Räume bieten. Was dann bei Union gegen Bochum passiert, steht auf einem anderen Blatt. Aber ich sehe gute Chancen für den FC, sich mit einem Sieg aus der Saison zu verabschieden. Sie haben den Vorteil, dass sie nicht so unter Druck stehen wie der VfB.“

Reiner Calmund wäre beinahe beim 1. FC Köln oder auf Schalke gelandet

Nicht nur die FC-Fans in der Familie haben „Mr. Leverkusen“ ein wenig mit dem Geißbock-Virus angesteckt. Der damalige FC-Präsident Peter Weiand (†70) wollte Calli 1986 von Leverkusen ans Geißbockheim lotsen. „FC-Geschäftsführer Michael Meier hat seinerzeit sehr um mich gekämpft, wollte mich als Manager holen.“ Doch Calmund blieb unter dem Bayer-Kreuz – und holte ein Jahr später Meier zum Werksklub.

Ein anderer Verein, wo Calmund beinahe beruflich gelandet wäre, ist Schalke 04. Der damals schillernde Präsident Günter Eichberg (†72) wollte ihn als Manager holen. „Mein erster richtiger Lieblingsverein war Schalke 04. Und viele wissen gar nicht, dass ich auch heute noch große Sympathien für den Verein hege, zu dem mich mein Vater gebracht hatte. Er hat damals im Kohletagebau gearbeitet“, sagt Calli.

Dass die Königsblauen am Samstagabend gegen St. Pauli den Aufstieg feiern konnten, machte das Wochenende für den Wahl-Saarländer komplett rund.

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