Ukraine-Eklat im Derby Real-Keeper Lunin von Atlético-Fans wegen Krieg provoziert

Andriy Lunin steht im Spiel von Real Madrid bei Lokalrivale Atlético auf dem Rasen

Andriy Lunin im Spiel von Real Madrid am Sonntag (8. Mai 2022) bei Lokalrivale Atlético.

Böse Gesänge gegen Real Madrids ukrainischen Keeper Andriy Lunin. Im Gastspiel bei Lokalrivale Atlético wurde der Torwart wegen des Krieges in seiner Heimat mit bösen Gesängen bedacht.

Diese Szenen waren der hässliche Tiefpunkt eines ansonsten stimmungsvollen Derbys in Madrid.

Beim Spiel zwischen Atlético und Real am Sonntag (8. Mai 2022) feierte Gästekeeper Andriy Lunin (23) seine Saison-Premiere in La Liga und stand für Stammtorwart Thibaut Courtois (29) zwischen den Pfosten. Was er sich dort anhören musste, sorgt auch zwei Tage nach dem Spiel noch für Kopfschütteln.

Real Madrid: Böse Gesänge gegen Andriy Lunin wegen Ukraine-Krieg

Der Ukrainer, der 2018 für 8,5 Millionen Euro aus der inzwischen stark zerstörten Stadt Luhansk nach Madrid gewechselt war, wurde von Teilen des Atlético-Anhangs wegen des aktuell in seiner Heimat tobenden russischen Angriffskriegs geschmacklos provoziert.

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Wie Aufnahmen der Fußball-Show „El Día Después“ beim TV-Sender Movistar zeigten, brüllte ein Vorsänger durch sein Megafon mehrmals den Reim „tú aquí jugando y tu país llorando“ (Deutsch: Du spielst hier und dein Land weint). Mit der Kriegs-Anspielung und dem Leid von Millionen Menschen in der Ukraine wollte er Lunin im Spiel offenbar aus dem Konzept bringen.

Atlético Madrid: Pfiffe nach Provokation gegen Ukraine-Keeper Lunin

Der 23-Jährige war zwischenzeitlich mehrfach verliehen, spielt seit 2020 aber als Ersatzmann hinter Belgiens Nationalkeeper Courtois bei Real Madrid. Schon kurz nach Ausbruch des Kriegs hatte er sich solidarisch mit seiner Heimat geäußert und in den sozialen Netzwerken zu reger Teilnahme an Demonstrationen und Spenden zugunsten der Ukraine in der spanischen Hauptstadt aufgerufen.

Immerhin: Kurz nachdem die Sätze durch das Stadion geschallt waren, wurden sie von deutlich mehr entsetzten Anhängerinnen und Anhängern mit Pfiffen quittiert und schließlich übertönt.

Eine sportliche Revanche gelang Lunin mit Real Madrid allerdings nicht: Der bereits feststehende spanische Meister unterlag dem Erzrivalen mit 0:1. Es war im fünften Spiel die erste Niederlage bei Atlético seit der Fertigstellung des Estadio Wanda Metropolitano. (bc)

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