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Forderung ans Außenministerium Politikerin will Messi zur „Persona non grata“ machen

Lionel Messi (Argentinien) kratzt sich beim Training während der Fußball-WM in Katar am Kopf.

Lionel Messi am 6. Dezember 2022 beim Training mit Argentinien in Doha.

Droht Lionel Messi etwa ein Einreiseverbot in Mexiko? Eine Politikerin will den argentinischen Fußball-Star jedenfalls zur „Persona non grata“ erklären lassen.

Die mexikanische Abgeordnete María Clemente García (37) will Lionel Messi (35) in ihrer Heimat zur „Persona non grata“ erklären lassen.

Als Persona non grata (lateinisch für unerwünschte Person) bezeichnet man eine Person, deren Aufenthalt im Land von der Regierung per Notifikation nicht mehr geduldet wird.

Die Politikerin der linksgerichteten Morena-Partei richtete eine entsprechende Forderung direkt an das Außenministerium. Chancen dürfte sie damit aber kaum haben. Die Politikerin wirft dem Superstar und Kapitän der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft Verachtung und mangelnden Respekt gegenüber Mexiko vor.

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Sie beruft sich dabei auf Szenen aus der Umkleidekabine der Argentinier nach dem 2:0 in der WM-Gruppenphase gegen Mexiko, die bereits einen mexikanischen Box-Weltmeister zunächst zu wilden Beleidigungen und einer Drohung gegenüber Messi hatten hinreißen lassen.

Zu sehen ist ein Video der Messi-Szene aus der Kabine hier auf Twitter:

Mit ein bisschen Abstand hatte sich der hochdekorierte Profi-Faustkämpfer Canelo Álvarez (32) dann aber ziemlich kleinlaut für seine verbalen Angriffe entschuldigt.

Messi hatte in der Kabine in der allgemeinen Jubelstimmung beim Ausziehen der Fußballschuhe mit einem Schuh ein mexikanisches Trikot berührt, das auf dem Boden – wie einige und einiges anderes auch – lag. Wie das Video oben zeigt, schaute Messi in dem Moment nicht nach unten und bekam die zufällig erscheinende Berührung gar nicht mit.

María Clemente García interpretiert die Szene anders und befindet – wie auch zunächst Boxer Álvarez –, dass Messi das mexikanische Trikot „verächtlich getreten“ habe.

Sie ist eine der beiden ersten transsexuellen Abgeordneten in Mexiko und hat schon für den ein oder anderen Skandal gesorgt. Mexiko musste bei der WM in Katar nach der Gruppenphase die Heimreise antreten, der argentinische Trainer Gerardo Martino wird die Mannschaft nicht mehr weiter trainieren.

Argentinien spielt an diesem Freitag, 9. Dezember 2022, 20 Uhr, gegen die Niederlande um den Einzug ins Halbfinale. (dpa)

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