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„Das ist das Schlimmste“Littbarski mit düsterer Trainer-Prognose bei seinem Ex-Klub

Aktualisiert

Zwei seiner Ex-Klubs droht der Abstieg. Die Trainerentscheidung in Wolfsburg hält Pierre Littbarski für falsch.

Pierre Littbarski erlebt als Fußball-Liebhaber derzeit schwere Zeiten. Mit dem 1. FC Köln und dem VfL Wolfsburg stecken gleich zwei seiner Ex-Klubs, die ihm noch immer am Herzen liegen, tief im Abstiegskampf.

Beim FC spielte Litti insgesamt 14 Jahre, erlebte hier die erfolgreichste Zeit seiner Karriere und wurde in Köln zum Nationalspieler. 

Littbarski wird bei Hecking deutlich: „Nicht der Richtige“

Beim VfL war der 1990er-Weltmeister nach seiner aktiven Laufbahn als Trainer aktiv, wurde später Scout und Markenbotschafter für die „Wölfe“. Aktuell macht er sich große Sorgen um den Tabellen-17., dem der erste Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte droht.

„Über zwei Jahre wurde es nicht geschafft, eine Mannschaft aufzubauen. Das stimmt hinten und vorne nicht, Einkäufe stimmen nicht, Positionen sind nicht aufeinander abgestimmt“, sagte Littbarski in einem Interview mit „ran“. „Da hat man einfach Spieler gekauft ohne jegliches System. Und das musste jetzt der arme Daniel Bauer ausbaden. Und wie es so aussieht, kann das auch zum Abstieg führen.“

Der ehemalige U19-Trainer Bauer hatte im Herbst bei den Profis das Amt des geschassten Paul Simonis übernommen, war am Sonntag nach der Heimniederlage gegen den Hamburger SV dann selbst entlassen und durch Routinier Dieter Hecking ersetzt worden. Litti hat große Zweifel, ob sich der zweite Trainerwechsel in der laufenden Saison auszahlt.

Er sei zwar nur Randbeobachter, betonte der gebürtige Berliner, „aber selbst aus den Medien kann man ja ersehen, dass die Spieler sich nicht unbedingt sehr grün sind. Die wollen ja gar nicht miteinander. Das ist das Schlimmste“. Hecking sei „auch nicht unbedingt einer, der da jetzt mit dem Dampfhammer durchgeht“, so Littbarski: „Also ich weiß nicht, ob das nochmal gut wird. Da muss er schon ganz schön die Hand auflegen.“

Littbarski hätte sich in der schweren Krise ein anderes Profil gewünscht. Über Hecking sagte er: „Er ist für mich kein Trainer mit einer harten Hand. Daher ist er wahrscheinlich eher nicht der Richtige.“

Vor der Verpflichtung von Hecking hatte es zumindest lose Gerüchte um Felix Magath oder Friedhelm Funkel gegeben. Der Ex-FC-Trainer wäre für Littbarski offenbar die bessere Wahl gewesen. „Du wirst jetzt keine nette Trainingsatmosphäre haben, egal was du machst. Und wahrscheinlich muss man den einen oder anderen Spieler kaltstellen. Wenn du Pech hast, stellst du den falschen kalt, dann geht es nach hinten los. Deshalb sind Leute wie zum Beispiel Friedhelm Funkel, der zuletzt in Köln gute Arbeit geleistet hat, so beliebt – weil die ein Händchen dafür haben“, erklärte er.

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