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Pfiffe In IstanbulSané und Gündogan unter Druck

Leroy Sane und Ilkay Gündogan stehen auf dem Spielfeld und überlegen.

Copyright: IMAGO/Ulrich Hufnagel

Für Leroy Sané und Ilkay Gündogan wächst der Druck im Trikot von Galatasary.

Nach dem 1:4 gegen Barcelona stecken Leroy Sané und Ilkay Gündogan bei Galatasaray in der Krise. Trainer Okan Buruk stärkt ihnen zwar den Rücken, doch ihre Rolle wirft Fragen auf. Die Gerüchte über einen Abschied häufen sich.

Am Bosporus kriselt es gewaltig. Nach dem 1:4 gegen den FC Barcelona und dem vorherigen 1:3 bei Sporting Lissabon hat Galatasaray einen Fehlstart in der Champions League hingelegt und liegt damit auf dem letzten Platz des Wettbewerbs.

Diese europäische Misere wirft vor allem Fragen zur sportlichen Perspektive zweier prominenter Stars auf. Leroy Sané und Ilkay Gündogan bekamen zuletzt kaum Einsatzzeiten, weshalb ihre künftige Rolle im Istanbuler Kader mehr denn je auf dem Prüfstand steht.

„Ich spiele doch gar nicht, warum sollte ich also bereit sein?“

Wie frustriert Ilkay Gündogan über seine Situation ist, zeigte sich bereits nach dem 3:1-Sieg gegen Kasimpasa am vergangenen Freitag. Als türkische Reporter ihn fragten, ob er sich für das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Barcelona bereit fühle, konterte der 35-Jährige trocken: „Ich spiele doch gar nicht, warum sollte ich also bereit sein?“

Diese deutliche Ansage ließ in Istanbul aufhorchen und verdeutlicht den Frust des früheren Nationalmannschaftskapitäns über seine Reservistenrolle. Sogar eine vorzeitige Trennung scheint daher möglich.

In der laufenden Spielzeit reichte es gerade mal für 13 Einsatzminuten – seit Wochen ist er zum Zuschauen verdammt. Das ist umso bitterer, wenn man auf die Vorsaison blickt: Da absolvierte Gündogan noch 38 Partien, stand 24-mal in der Startelf und traf zweimal.

Trainer Okan Buruk versuchte zuletzt zu deeskalieren und zeigte Verständnis für den Frust über das vergebliche Aufwärmen gegen Barcelona. Gleichzeitig betonte er: „Ilkay ist ein sehr wertvoller Spieler für uns. Ich bin mit ihm sehr zufrieden.“ Eine diplomatische Rückendeckung, die jedoch unbeantwortet lässt: Wann darf Gündogan seinen Wert wieder auf dem Platz beweisen?

Trotz all der Kritik möchte Gündogan weiter mit Galatasaray Erfolge erzielen. „Ich möchte auch über den Winter hinaus hierbleiben und alles geben, um mit Galatasaray eine weitere Meisterschaft zu gewinnen.“ Das sagte er im Interview mit „Mundo Deportivo“ aus Barcelona.

Für Gündogan war die Partie eine verpasste Chance, sich ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub zu beweisen. Er musste einmal mehr über volle 90 Minuten zuschauen. Dabei hätte er dem zentralen Mittelfeld mit seiner enormen Routine und Übersicht wichtige Stabilität verleihen können.

„Ich verstehe die Pfiffe nicht“

Noch schwieriger ist die Situation bei Leroy Sané. Der Flügelspieler war 2025 mit großen Erwartungen ablösefrei vom FC Bayern nach Istanbul gewechselt, hängt den Erwartungen seitdem jedoch hinterher.

Nach sieben Spieltagen in der Süperlig wartet er noch immer auf seine ersten Torbeteiligungen. Auch gegen Barcelona lief nach seiner Einwechslung beim Stand von 1:3 offensiv nicht viel zusammen. Für die Nationalmannschaft war er trotz der XXL-Nominierung von Jürgen Klopp in seinen ersten Spielen als Bundestrainer keine Option.

Stattdessen musste er sich nun gegen Barca Pfiffe der Gala-Fans anhören. Trainer Buruk würde sich einen anderen Umgang wünschen. „Ich verstehe die Pfiffe nicht. Er kam spät rein, da war die Mannschaft schon eingebrochen.“ Doch Sané von Beginn an in der Königsklasse aufzubieten, ist anscheinend aktuell keine Option für ihn.

Dabei lief die vorherige Spielzeit für ihn noch deutlich besser: In 43 Pflichtspielen stand er 39-mal in der Startelf und steuerte sieben Treffer bei. Unter Klopp-Vorgänger Julian Nagelsmann konnte er sich durch die regelmäßigen Einsätze noch einen Platz im deutschen WM-Kader sichern.

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