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„Es ist absolut entsetzlich“Teil von Tribüne kracht ein – Fans stürzen in die Tiefe

Fans verlassen die Gästetribüne, nachdem hier mehrere Menschen abgestürzt sind.

Copyright: IMAGO/NTB

In Norwegen ist es beim Gastspiel von Bodö/Glimt in Tromsö zu einem Tribünenunglück gekommen.

Unter den Zuschauern gibt der Boden nach: Zwei Anhänger krachen in die Tiefe, einer muss in die Klinik.

Das hätte ganz übel enden können. Während des Duells zwischen Tromsö und Bodö/Glimt in der höchsten norwegischen Spielklasse gab plötzlich ein Segment des Gästeblocks nach.

Bei dem Unglück zogen sich zwei Stadionbesucher Verletzungen zu, wobei ein Betroffener sogar stationär in einer Klinik aufgenommen werden musste. Noch vor dem Pausenpfiff sorgte der Vorfall für eine lange Unterbrechung der Begegnung, die Bodö/Glimt letztlich mit 2:0 für sich entschied. Das berichtet „bild.de“.

Augenzeuge erzählt: „Es war ein schreckliches Erlebnis“

Doch was war der Auslöser für das Unglück? Laut ersten Informationen hatte sich wohl ein Bodenelement aus der Verankerung gelöst, wodurch aus dem Nichts ein Abgrund klaffte. Gegenüber dem Rundfunksender NRK aus Norwegen bestätigten Polizeikräfte, dass zwei Fußballanhänger etliche Meter tief hinabfielen.

Der verletzte Zuschauer im Krankenhaus ist ansprechbar. Normalerweise bietet das Konstrukt aus Stahlrohren im Auswärtssektor von Tromsö über acht Reihen hinweg Kapazitäten für etwa 600 Anhänger.

Ein anonym bleibender Anhänger von Bodö beschrieb bei NRK die bangen Momente auf den Rängen: „Viele Menschen stürzten nach vorn. Ich sah die Leute umfallen und dann ein Loch. Da begriff ich, was passiert ist. Mein Körper zitterte danach heftig, es war ein schreckliches Erlebnis.“

Großes Entsetzen herrscht ebenfalls aufseiten des Heimvereins. Gegenüber dem Fernsehsender TV2 äußerte sich Tromsö-Boss William Frantzen (33) sichtlich mitgenommen: „Was hier geschehen ist, ist zuallererst tragisch. Es handelt sich um einen schwerwiegenden Vorfall, den wir sehr ernst nehmen, und ich fühle mit den Betroffenen. Es ist absolut entsetzlich.“

Unmittelbar nach dem Zwischenfall auf den Rängen ruhte der Ball komplett. Während die Begegnung pausierte, ließ man den gesamten Sektor evakuieren. Beide Teams wurden vom Unparteiischen Ola Nilsen (40) zurück in die Umkleiden beordert. Das Stadion-Sicherheitsteam begutachtete den Defekt am Bauwerk intensiv, ehe Beamte der Polizei das Areal abriegelten. Beinahe 50 Minuten verstrichen, ehe die Partie wieder angepfiffen werden konnte.

Kurzerhand verfrachtete man die mitgereisten Bodö-Unterstützer auf die reguläre Haupttribüne. Von ihren neuen Plätzen aus bejubelten sie zwei Treffer von Ola Brynhildsen (27), der sowohl kurz vor der Pause (45.+1) als auch im zweiten Durchgang (73.) erfolgreich war. Dank dieser beiden Tore sicherte er dem Starter der Königsklasse den Auswärtserfolg. Nach diesem turbulenten Trip auf fremdes Terrain gab es somit zumindest sportlich ein kleines Happy End. (red)