Rätsel um Neuer vor USA-Test: Nagelsmann tritt auf die Bremse.
Das große Neuer-RätselDFB-Team vor WM-Generalprobe gegen die USA – spielt der Keeper?

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Julian Nagelsmann schreibt Autogramme für Fans der Nationalmannschaft (Archivbild).
Neuer-Krimi vor USA-Kracher: Zittert Nagelsmann um sein WM-Comeback?
Manuel Neuer hechtet, Manuel Neuer pariert – die geheimen Trainingsbilder aus Chicago elektrisieren die Fans. Doch die große Frage bleibt: Feiert der Rekord-Keeper gegen die USA sein Comeback? Bundestrainer Julian Nagelsmann tritt auf die Bremse und will nichts überstürzen.
Unabhängig davon, ob Neuer spielt oder nicht: Für Nagelsmann wird die Partie am Samstag (20.30 Uhr/RTL) zur Nagelprobe. Im proppenvollen Soldier Field in Chicago steht für den Bundestrainer ein echter Härtetest an. Der Ernstfall für die WM soll geprobt werden, taktische Details sind dabei erstmal zweitrangig.
Nagelsmanns Plan: „Emotionalität aufsaugen“
Ein Sieg wäre der neunte in Folge und der 600. Triumph in der DFB-Historie – die perfekte Initialzündung für die WM-Euphorie. „Da haben wir keine klare taktische Idee, die super einen der Gruppengegner widerspiegelt. Es geht einfach darum, die Emotionalität aufzusaugen und auch bei dem Turnier dann quasi anzukommen“, erläutert Nagelsmann, für den neun Siege am Stück eine persönliche Bestmarke wären.
Der Bundestrainer fordert absolute Konzentration und den Willen, an die Schmerzgrenze zu gehen. Seine Führungsspieler haben die Botschaft verinnerlicht. Die ungewöhnliche Anstoßzeit am Mittag und die kochende Stimmung durch über 60.000 amerikanische Fans schaffen besondere Bedingungen. „Und deswegen gehen wir das Spiel an wie ein WM-Spiel und wollen natürlich auch wieder Selbstvertrauen sammeln“, betont Kai Havertz (26). Der Offensivmann ist nach seiner starken Saison beim FC Arsenal bei Nagelsmann gesetzt.

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Joshua Kimmich applaudiert nach dem Testsieg gegen Finnland. (Archivbild)
Die Erfolgsserie soll unbedingt halten, um mit noch mehr Selbstvertrauen in die WM zu gehen. Kapitän Joshua Kimmich gibt die Marschroute vor: „Natürlich wissen wir, dass es noch Luft nach oben gibt, dass wir uns noch verbessern müssen, weil die Gegner besser werden. Das Spiel gegen die USA wollen wir noch positiv bestreiten - und dann sind wir bereit.“
Das große Rätsel um Neuers Wade
Doch über allem schwebt die Ungewissheit um Manuel Neuer. Zwar wirkten die DFB-Stars bei einem Spaziergang am Lake Michigan oder beim Kaffee im Nobelviertel Gold Coast entspannt. Aber was ist mit dem verhärteten Muskel in der linken Wade? Wie hoch ist die Belastung wirklich? Und ist das Risiko eines Rückschlags im letzten Test vor dem Turnier vertretbar?
Oder wäre es nicht klüger, sein 125. Länderspiel – das erste seit fast zwei Jahren – auf den WM-Auftakt am 14. Juni in Houston zu verschieben? Gegen Außenseiter Curaçao wäre der Druck geringer. Nagelsmann selbst hüllt sich in Schweigen und spricht nur von einem „Belastungsaufbau“. Einblicke gab es nur über Social Media und durch Havertz, der bestätigte, dass Neuer „auf dem Platz“ war.
Jugend forsch oder alte Hasen?
Im ganzen Wirbel um den Keeper gehen andere Personalien fast unter. Setzt Nagelsmann auf die Jugend? Haben sich der freche Lennart Karl (18) und Nathaniel Brown (22) in die Startelf gespielt und verdrängen damit Stars wie Leroy Sané (30) und David Raum (28)? Brown, um den es Bayern-Gerüchte gibt, sagt: „Wir Jungen sollen das allgemein hier ein bisschen reinbringen, einfach Unbekümmertheit, dass wir keinen Druck spüren und einfach frei aufspielen sollen. Ja, es läuft bis jetzt sehr, sehr gut. Und da wollen wir weitermachen“.
Auch im Mittelfeld steht eine knifflige Entscheidung an: Bleiben Felix Nmecha (25) und Aleksandar Pavlovic (22) das Stamm-Duo? Dann müsste Leon Goretzka (31) erneut auf die Bank. Dem Bundestrainer stehen harte Entscheidungen bevor.

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Leon Goretzka (l). und David Raum (r.) auf dem Weg zu einem Termin in Chicago.
Verteidiger Jonathan Tah wiegelt bei den Personaldebatten ab: „Ich glaube nicht, dass am Ende die Namen zählen, wenn es darum geht, ein Turnier zu gewinnen. Sondern vielmehr geht es um den Zusammenhalt, den Spirit in der Mannschaft. Und deswegen ist für uns alles möglich.“

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Manuel Neuer (l.) und Jonas Urbig (r.) gehen in Chicago spazieren.
Immerhin gibt es auch gute Nachrichten: Bis auf Neuer sind alle 26 Spieler fit, inklusive Trainingstorwart Jonas Urbig. Selbst die nach dem 4:0 gegen Finnland lädierten „Arschbacken“ von Deniz Undav sind kein Thema mehr. Keiner will den WM-Traum so kurz vor dem Start platzen sehen.
Havertz warnt davor, den Gegner zu unterschätzen. Amerika sei „eine Top-Mannschaft“. Den Druck als Gastgeber kennen viele deutsche Spieler noch von der Heim-EM 2024. „Und deswegen wird es für uns ein guter Test sein, eine gute Probe fürs erste Gruppenspiel dann“, so Havertz. Ob mit oder ohne Manuel Neuer im Tor. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
