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Neuanfang statt Niedergang?Infantinos Wiederwahl rückt jetzt doch näher

Der fleißige Wahlkämpfer Gianni Infantino hat sich auch die Stimmen aus Asien gesichert. Ist der FIFA-Machtkampf schon entschieden?

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat im Ringen um eine vierte und letzte Amtszeit einen möglicherweise entscheidenden Schritt gemacht.

Bei einer symbolträchtigen Umarmung mit AFC-Chef Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa auf dem Kongress in Tokio erhielt der Schweizer die „uneingeschränkte“ Unterstützung der asiatischen Konföderation. Damit baut Infantino neben Afrika und Südamerika eine weitere mächtige Basis für die Wahl im März 2027 in Rabat auf.

UEFA braucht Gegenkandidaten zum Infantino-Sturz

Der von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) angestrebte Sturz des FIFA-Chefs gerät dadurch massiv ins Wanken. Eigentlich hatten sich die asiatischen Verbände im Sommer noch gemeinsam mit Europa gegen Infantinos inzwischen gescheitertes Investorenvorhaben gestellt.

Doch der 56-Jährige profitierte einmal mehr von seinen langjährigen, engen Beziehungen zur finanzstarken Golfregion und früheren, umstrittenen Turniervergaben.

Aus Europa droht zwar weiterhin erheblicher Gegenwind: Die UEFA hält den Druck durch die Vorbereitung einer Strafanzeige und ein Ultimatum bis zum 2. November hoch.

Zudem läuft die Suche nach einem geeigneten Gegenkandidaten, wobei die Nominierungsfrist bereits am 18. November endet und DFB-Präsident Bernd Neuendorf auf einen neuen „Drive“ in der Debatte hofft.

Infantino kontert den europäischen Druck jedoch auf seine eigene Art. Einerseits inszeniert er sich im FIFA-Council als reumütiger Anführer, der für einen „Neuanfang“ bereit ist.

Andererseits setzt er auf die wirksamste Währung im Weltfußball: Mit dem Versprechen, die Zahlungen an die Mitgliedsverbände im kommenden Vierjahreszyklus auf satte 25 Millionen US-Dollar pro Verband zu verdoppeln, schafft er sich Loyalität, die besonders in Asien bestens ankommt. (sid)