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Nach frühem Aus im KosovoTraineramt in der Wüste für Ex-Nationalspieler

Thomas Brdaric bei einem Spiel als Trainer.

Copyright: imago/Thomas Frey

Thomas Brdaric als Trainer am 24. Spieltag der Regionalliga Südwest beim Spiel VfR Wormatia Worms - TSV Steinbach am 23.03.2016.

Thomas Brdaric wagt ein neues Abenteuer und übernimmt den saudi Zweitligisten Al-Bukiryah FC. Der frühere Nationalspieler soll den abstiegsbedrohten Klub aus dem Tabellenkeller führen und setzt damit seine Trainerlaufbahn im achten Land fort.

Erst im vergangenen Juni hatte Brdaric das Traineramt beim kosovarischen Erstligisten FC Malisheva angetreten. Nun, nach nicht einmal vier Monaten, endet dieses Kapitel bereits wieder – der ehemalige Bundesliga-Torjäger wagt den Schritt in die Wüste.

Wie der saudi-arabische Zweitligist Al-Bukiryah FC offiziell via Instagram bekannt gab, übernimmt Brdaric ab sofort den Cheftrainerposten beim Verein von der Arabischen Halbinsel. Er tritt damit die Nachfolge des Argentiniers Rodolfo Ojeda an, der erst zu Beginn der laufenden Saison verpflichtet worden war.

Klare Mission: Klassenerhalt

Die Ausgangslage für den neuen Coach ist anspruchsvoll: Al-Bukiryah FC ziert derzeit das Tabellenende der saudi-arabischen First Division League. Brdaric ist jetzt gefordert, die sportliche Wende einzuleiten und den Verein mit vereinten Kräften zum erhofften Klassenerhalt zu führen.

Wie Al-Bukiryah FC offiziell via Instagram bekannt gab, übernimmt Brdaric ab sofort den Cheftrainerposten beim Verein von der Arabischen Halbinsel. Er tritt damit die Nachfolge des Argentiniers Rodolfo Ojeda an, der erst zu Beginn der laufenden Saison verpflichtet worden war.

Dass der 51-Jährige, der während seiner aktiven Laufbahn in der Bundesliga unter anderem für Bayer Leverkusen, Hannover 96 und den VfL Wolfsburg stürmte, diesen Schritt geht, überrascht sehr – schließlich hatte er den Trainerposten beim FC Malisheva erst im Juni angetreten.

Unter seiner Amtszeit im Kosovo spielte er  groß auf: Mit beeindruckenden fünf Siegen aus sieben Partien führte Brdaric das Team sensationell auf den zweiten Tabellenplatz der heimischen Liga.

Auch international schnupperte die Mannschaft unter seiner Führung an Überraschungen, musste sich jedoch in der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League dem schottischen Traditionsverein Hibernian FC geschlagen geben.

Knapp die Europa League verpasst

Der rasche Abschied aus Malisheva reiht sich nahtlos in die bisherige Trainerlaufbahn des ehemaligen Nationalspielers (acht Einsätze, ein Tor) ein: Bei keiner seiner mittlerweile zwölf Stationen hielt es den 51-Jährigen bisher für zwei volle Spielzeiten auf der Trainerbank.

Sein längstes Amt verzeichnete er beim albanischen Klub KF Vllaznia, bei dem er nach zwischenzeitlicher Rückkehr insgesamt auf eine Amtszeit von einem Jahr und sieben Monaten kam.

Bevor es ihn in den Kosovo zog, sammelte Brdaric bereits auf der halben Welt wertvolle Erfahrungen als Trainer und Sportdirektor – unter anderem in Belarus, Usbekistan, Albanien, Indien, Nordmazedonien und Kuwait.

Mit seiner neuen Station in Saudi-Arabien schlägt der Bundesliga-Profi ein weiteres Kapitel in seiner internationalen Laufbahn auf. In der Heimat stand er zuvor unter anderem bei der TSG Neustrelitz, dem VfL Wolfsburg II, dem TSV Steinbach, TeBe Berlin und Rot-Weiß Erfurt an der Seitenlinie.