Heftige Debatten in SpanienReal-Stars halten Botschaft auf ihren Shirts versteckt

Vinicius Junior und Kylian Mbappé tragen T-Shirts mit einer Botschaft nur bis zur Brust.

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Vinicius Junior und Kylian Mbappé trugen die Shirts nur so, dass die Botschaft nicht vollständig zu lesen war.

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Zoff um ein T-Shirt mit politischer Message. Drei Weltstars verweigern die Aktion. Jetzt kocht die Stimmung bei Real Madrid hoch.

Der 3:2-Sieg von Real Madrid gegen Elche am Dienstagabend? Fast nur Nebensache. Ein Vorfall kurz vor Spielbeginn entfacht in Spanien eine riesige Diskussion.

Die Teams betraten auf Initiative von La Liga den Rasen in Shirts mit der Aufschrift „Wir sind alle Caballas“. Damit sollte Ceuta symbolisch unterstützt werden. Die spanische Exklave in Marokko sah sich Ende Juli einem großen, plötzlichen Andrang von Migranten ausgesetzt.

Marokkanischer Spieler nach Shirt-Aktion angefeindet

Aber drei der größten Stars machten bei der Aktion nicht richtig mit: Kylian Mbappé, Vinícius Júnior und Ibrahima Konaté. Die drei zogen das Oberteil lediglich bis zu den Schultern an, sodass die Botschaft kaum zu lesen war. Im Gegensatz dazu trugen alle Elche-Profis die Shirts ganz normal, als sie den Platz betraten. Das berichtet „Goal.com“.

Wie die Zeitung „Mundo Deportivo“ meldet, spielt Real Madrid die ganze Sache herunter. Aus Sicht des Klubs sei es jedem Profi selbst überlassen, welches Shirt er anzieht. Man betont außerdem, dass der Großteil der Mannschaft das Shirt sehr wohl getragen hat. Es könne niemand dazu genötigt werden, ein bestimmtes Oberteil anzuziehen – oder es eben nicht zu tun. In den Sozialen Medien gab es jedoch Tausende Kommentare zu der Aktion, die kontrovers diskutiert wurde.

Die Aufregung weckt Erinnerungen an den marokkanischen Spieler Abdessamad Ezzalzouli von Real Betis. Vor der Partie seines Teams gegen Villarreal am Montag hatte er, wie seine Mitspieler, ebenfalls ein Shirt zum Support für Ceuta an. Die Folge: Er wurde von zahlreichen Marokkanern heftig kritisiert und beschimpft. 

Ezzalzouli wehrte sich anschließend mit einem Statement auf seinem Instagram-Profil: „Zuerst möchte ich eines klarstellen: Das T-Shirt mit Bezug auf die Stadt Ceuta wurde zu keinem Zeitpunkt für politische Zwecke oder in der Absicht verwendet, ein Volk, das marokkanische Volk, zu verachten.“

Seine weiteren Worte: „Dieses T-Shirt hatte einen sozialen Charakter und diente dazu, die Einwohner und Menschen einer Region zu unterstützen, die eine schwierige Situation durchlebten, unabhängig von ihrer Nationalität.“

Er machte aber auch deutlich: „Aber das ist gleichzeitig keine Entschuldigung an irgendjemanden. Wer diese Angelegenheit ausnutzen will, um meine Liebe zu meinem Land anzuzweifeln, kann das gerne tun. Ich für meinen Teil werde weiterhin jeden Tag mit erhobenem Haupt leben und meine Wurzeln mit Stolz und Aufopferung vertreten.“ (red)

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