Nach Skandal-Aus Markus Anfang startet Aufstiegs-Mission – Ex-FC-Verteidiger drückt die Daumen

Markus Anfang gestikuliert beim Trainingsauftakt von Dynamo Dresden.

Markus Anfang am 16. Juni 2022 beim Trainingsauftakt von Dynamo Dresden. Bei seiner Rückkehr auf die Trainerbank will der Skandal-Coach zurück in die 2. Bundesliga.

Neu-Anfang bei Dynamo Dresden: Nach seinem Skandal-Aus wegen eines gefälschten Impf-Zertifikats bei Werder Bremen geht Markus Anfang am Wochenende mit der SGD in die neue Drittliga-Saison.

Ein Dreivierteljahr liegt der größte Skandal der abgelaufenen Saison im deutschen Profi-Fußball inzwischen zurück. Für Markus Anfang (48) dürften sich die rund 240 Tage nach seinem Rücktritt bei Werder Bremen aber angefühlt haben wie mehrere Jahre.

Mitte November 2021 flog Anfang wegen eines gefälschten Impfzertifikats erst auf und dann raus – im Fußball schien für den früheren Bundesliga-Profi auf absehbare Zeit kein Platz mehr. Doch weil ihn der DFB mit einer milde Strafe verschonte und Dynamo Dresden nach dem Zweitliga-Abstieg anklopfte, ist Anfang plötzlich wieder Teil der Branche, die er mit seinem beispiellosen Betrug im Vorjahr erschüttert hatte.

Markus Anfang: Aufstiegs-Kandidat mit Dynamo Dresden

Nach dem selbstverschuldeten Abstieg zum Buhmann des deutschen Fußballs startet Anfang am Samstag (23. Juli 2022) in die Mission Wiederaufstieg – persönlich und sportlich. „Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind, obwohl wir gerade aktuell eine sehr junge Mannschaft haben“, war Anfang mit der Vorbereitung schon einmal zufrieden.

Alles zum Thema Markus Anfang

Nach fordernden Tagen im Trainingslager in Tirol genoss er am Dienstag den letzten freien Tag vor Saisonstart zum kurzen Durchschnaufen bei der Familie in Köln. Ab Mittwoch ging es dann in die finale Phase der Vorbereitung auf den Eröffnungs-Kracher gegen die Münchner Löwen.

Die Sachsen wollen im Kampf um den Sprung in Liga zwei zumindest ein Wörtchen mitreden, die Liga-Konkurrenz sieht die SGD neben 1860 München und dem FC Ingolstadt als heißen Kandidaten für die vorderen Plätze. Ganz so forsch formulierte Anfang die Ziele in der traditionellen MSPW-Saisonumfrage aber noch nicht: „Wir möchten eine sehr gute Saison spielen und unbedingt im vorderen Drittel mitmischen.“

Dynamo Dresden: Toni Leistner drückt die Daumen

Elf neue Profis stehen für die anstehende Spielzeit im Dynamo-Kader, sie sollen die Abgänge mehrere Leistungsträger wie Ransford Königsdörffer (20), Christoph Daferner (24) oder Michael Sollbauer (32) auffangen.

Über eine mögliche Dynamo-Rückkehr sprach zuletzt Fan-Liebling Toni Leistner (31), wie Anfang auch mit einer Vergangenheit beim 1. FC Köln. Für diese Saison ist der resolute Innenverteidiger aber noch kein Thema: Leistner ist beim belgischen Erstligisten VV St. Truiden unter Coach Bernd Hollerbach (52) als Kapitän gesetzt und sieht seine sportliche Zukunft frühestens im kommenden Jahr in seiner Geburtsstadt.

Aus der Ferne drückt Leistner dennoch die Daumen, sagte den „Dresdner Neuesten Nachrichten“ nach dem Trainingslager-Test gegen den Ex-Klub: „Es ist noch ein bisschen Geld da, um nochmal nachzurüsten. Ich glaube schon, dass oben mitgespielt wird, weil Dynamo mit der Fanbase und den Spielern, die sie zur Verfügung haben, das Nonplusultra in der 3. Liga ist.“

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.