Manchester City soll jahrelang gegen Finanzregeln der englischen Premier League verstoßen haben. Das Ergebnis einer Kommission soll nach britischen Medienberichten drastisch sein.
In 114 Fällen schuldigManchester City vor Mega-Strafe?

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Die Stars von Manchester City mit dem FA-Cup 2026.
Dem englischen Spitzenklub Manchester City droht eine massive Strafe bis zur Aberkennung mehrerer Meistertitel. Nach übereinstimmenden Berichten britischer Medien wurde der amtierende englische Pokalsieger wegen Verstößen gegen die Finanzregularien der Premier League in 114 von 115 Fällen für schuldig gesprochen.
Ein Strafmaß hat die von der Liga eigens eingesetzte Kommission noch nicht verkündet. Auch bleibt dem Champions-League-Sieger von 2023 noch die Möglichkeit einer Beschwerde. Das Verfahren gegen Manchester City läuft bereits seit 2023 und der frühere Klub von Pep Guardiola hat die Vorwürfe immer zurückgewiesen.
Sogar Zwangsabstieg wäre möglich
„Das Verfahren der Premier League dauert an. Es sind noch wesentliche Schritte zu absolvieren und es unterliegt strenger Vertraulichkeit“, sagte ein Sprecher des Klubs dem Onlinemagazin „The Athletic“.
Angeklagt ist Manchester City wegen möglicher Vergehen aus der Zeit von 2009 bis 2018, in der der Klub drei englische Meistertitel in der Premier League gewann. 2009 hatte Scheich Mansour bin Zayid Al Nahyan aus der Herrscherfamilie des Emirats Abu Dhabi den Stadtrivalen von Manchester United übernommen.
Die Vorwürfe reichen von falschen Angaben zu den Finanzen und Sponsoringeinnahmen bis zu unvollständigen Informationen über Trainer- und Spielergehälter. Alle denkbaren Sanktionen der Premier League liegen den Medienberichten zufolge weiter auf dem Tisch. Sie reichen von einer Geldstrafe über Punktabzüge und die Aberkennung von Titeln bis zu einem möglichen Zwangsabstieg.
2014 war Manchester City von der UEFA schon einmal wegen Verstößen gegen das „Financial Fairplay“ des europäischen Verbands angeklagt worden. Damals lautete der Vorwurf unter anderem, dass der Klub verdeckte Zuwendungen aus Abu Dhabi erhalten habe, weil Sponsorengelder deutlich über dem eigentlichen Werbewert verbucht worden seien. Auch damals wies City alle Anschuldigungen zurück.
Ein zweijähriger Ausschluss aus der Champions League wurde vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in eine Geldstrafe von zehn Millionen Euro umgewandelt. (dpa/red)
