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Der letzte TangoMessi mit Tränen und Tor zum Abschied: „Ich gehe in Frieden“

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Gänsehautfeeling pur bei Messis Abschiedsspiel in der argentinischen Nationalmannschaft. Die Zuschauer in Buenos Aires feiern den Superstar frenetisch bei seinem letzten Spiel für sein Land.

Lionel Messi, einer der ganz Großen im Welt-Fußball, hat sich von der Fußball-Bühne verabschiedet. „Der Moment ist gekommen. Ich gehe in Frieden, ich habe alles gegeben. Dieses Trikot war mein Traum, mein Stolz und mein Leben“, sagte Messi in einem Video, das von Adidas Football in den Sozialen Medien veröffentlicht wurde.

Schon vor seinem letzten Spiel für die argentinische Nationalmannschaft wurde der Superstar frenetisch gefeiert. Fangesänge, grenzenloser Jubel und ein Feuerwerk bildeten die Ouvertüre für einen historischen Fußball-Abend im ausverkauften Monumental-Stadion von Buenos Aires: für „Messis letzten Tango“, bei dem das Freundschaftsspiel gegen Benin den Rahmen bot.

„Gracias“ in goldenen Lettern

Es war ein besonderer Moment der Fußball-Historie. In der zehnten Minute – Messi trägt bekanntlich das Trikot mit der Nummer 10 – wurde die Partie unterbrochen. Es gab stehende Ovationen für Messi, der zuvor mit seinen drei Söhnen Thiago (13), Mateo (11) und Ciro (8) den Rasen betreten hatte.

Seine Frau Antonela Roccuzzo und Mutter Celia Cuccittini schauten aus der VIP-Box zu, wie Fabio Santana, ein Veteran des Falklandkrieges, die Nationalhymne sang und Messis Augen glasig wurden.

Keiner hat den Weltfußball in den vergangenen zwei Jahrzehnten so konstant und nachhaltig geprägt wie Messi. Mit seinem letzten Länderspiel tritt der Superstar, der auf Vereinsebene noch bei Inter Miami spielt, nun von der großen Fußballbühne ab.

Ohrenbetäubend war der Jubel, als die Stadionsprecherin in dem 85.000 Zuschauer fassenden Rund vor dem Spiel „ein letztes Mal“ den Namen des Superstars aufrief. Ein riesengroßes himmelblau-weißes Trikot wurde über den Rasen gespannt, auf dem Messis Nummer 10 sowie ein „Gracias“ („Danke“) in großen goldenen Lettern aufgedruckt war.

Lionel Messi mit seiner Frau Antonela Rocuzzo und den gemeinsamen Söhnen Ciro, Thiago und Mateo (verdeckt).

Copyright: AFP

Lionel Messi mit seiner Frau Antonela Rocuzzo und den gemeinsamen Söhnen Ciro, Thiago und Mateo (verdeckt).

Bereits vor dem Spiel hatte Messi in einem auf Instagram verbreiteten Video mitgeteilt: „Der Moment ist gekommen. (...) Dieses Trikot war mein Traum, mein Stolz und mein Leben. Danke, dass ihr mich so sehr geliebt habt, ich werde euch vermissen.“

Messi sah bei seinem Debüt die Rote Karte von Schiedsrichter Markus Merk

Die Partie gegen Benin ist der Schlusspunkt einer über 21-jährigen Länderspiel-Karriere, die am 17. August 2005 gegen Ungarn sehr holprig begonnen hatte. Denn bei seinem Debüt handelte sich der eingewechselte Messi in weniger als einer Minute eine Rote Karte ein, die ihm der deutsche Schiedsrichter Markus Merk wegen einer Tätlichkeit zeigte.

Messi brauchte tatsächlich einen langen Anlauf, um in der Nationalmannschaft die ganz großen Erfolge zu erzielen und sich in die Herzen seiner Landsleute zu spielen.

Der Gewinn der Copa América im Jahr 2021 war der erste wichtige Titel, den Messi mit der „Albiceleste“ feiern konnte. Absoluter Höhepunkt war der WM-Triumph 2022 in Katar. Ein weiterer Erfolg bei der Copa América (2024) sowie zwei Vizeweltmeisterschaften (2014 und 2026) runden Messis beeindruckende Laufbahn in der Nationalmannschaft ab, deren Rekordspieler (208 Spiele) und Rekordtorschütze (125 Tore, vor Benin-Spiel) er ist.

Messi verabschiedet sich aus Argentiniens Nationalteam

Copyright: Julian Bongiovanni/AP/dpa

Feuerwerk im Monumental-Stadion von Buenos Aires zum Messi-Abschied.

Das Spiel gegen Benin endete übrigens mit einem 3:0-Sieg für Argentinien. Nachdem Otamendi (48. Minute) und Paz (61.) vorlegten, setzte – wie könnte es anders sein – Lionel Messi den Schlusspunkt. Per Elfmeter traf der Kapitän um 3.03 Uhr deutscher Zeit zum 3:0 (71.) – sein 126. und zugleich letzter Treffer für Argentinien.

Nach der Partie erleuchteten Drohnen den Nachthimmel und formten ein Bild von Messi mit dem WM-Pokal in Händen. (dpa/sid)