Riesen-Schreck für den Favoriten! Rot-Weiss Essen muss im Niederrheinpokal gegen den SV Sonsbeck in die Verlängerung, dreht dann aber auf.
Kurioser Pokal-AbendFC-Leihgabe trifft bei 7:2-Sieg – nach Verlängerung!

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Jaka Cuber Potocnik (r.) war mit Rot-Weiss Essen am Mittwoch beim SV Sonsbeck gefordert.
Das war eine Zitterpartie! Rot-Weiss Essen hat sich in der 1. Runde im Niederrheinpokal alles andere als mit Ruhm bekleckert. Gegen den Oberligisten SV Sonsbeck gewann RWE beim 7:2 zwar mit fünf Toren Abstand, allerdings schuf der Favorit erst in der Verlängerung Tatsachen.
Zwischenzeitlich mussten die ambitionierten Essener am Mittwoch (19. August 2026) um den vom 1. FC Köln ausgeliehenen Jaka Cuber Potocnik um das Weiterkommen zittern, weil dem klassentieferen Gastgeber erst nach 90 Minuten die Puste ausging. Das berichtet „Reviersport“.
Essen gibt vor der Pause und in der Verlängerung Vollgas
Dabei fing vor 1200 Fans im Willy-Lemkens-Sportpark alles nach Plan an. Schon nach sieben Minuten zappelte der Ball im Netz: Michael Kostka traf für RWE, nachdem Dickson Abiama auf links nicht zu stoppen war und die Sonsbecker Defensive die Kugel nicht wegbekam.
Kurz vor der Pause dann die vermeintliche Vorentscheidung: Potocnik war in der 44. Minute zur Stelle und schob zum 2:0 ein. Zuvor konnte Sonsbeck-Torwart Julius Paris einen kräftigen Schuss von Abiama nur nach vorne prallen lassen.
Nach der Pause schien die Partie eigentlich gelaufen. RWE hatte durch Semir Telalovic und Abiama weitere Gelegenheiten, doch dann wendete sich das Blatt komplett! In der 52. Minute war Sonsbeck plötzlich wieder da: Ruben Reisig lenkte eine Hereingabe unglücklich direkt vor die Füße von Niklas Binn, und der fackelte nicht lange und traf aus kurzer Entfernung zum 1:2-Anschluss.
Der Underdog roch Lunte und setzte den Favoriten massiv unter Druck. Die Belohnung für diesen Mut kam in der 61. Minute: Ein langer Freistoß segelte in den Strafraum, der Ball kam irgendwie zu Tom Cappel, und der drosch das Ding volley zum 2:2-Ausgleich ins Tor. Der Willy-Lemkens-Sportpark explodierte! Der absolute Wahnsinn: Der 25-jährige Cappel kam erst vor ein paar Wochen vom Bezirksligisten DJK Twisteden nach Sonsbeck.
In der Verlängerung zeigte der Drittligist dann aber, warum er zwei Ligen höher spielt. RWE machte sofort Dampf. Ein Tor von Abiama in der 93. Minute wurde wegen einer Abseitsstellung noch zurückgepfiffen, doch das war nur ein Warnschuss. In der 97. Minute, war es so weit: Marek Janssen spielte einen feinen Doppelpass mit Noah Pesch und zirkelte den Ball unhaltbar ins lange Eck zur 3:2-Führung für RWE.
Dieser Treffer war der Genickbruch für den tapferen Oberligisten. Kaum 120 Sekunden danach legte wieder Janssen nach, als er nach einem genialen Pass von Ekin Celebi den Torwart zum 4:2 überwand (99.).
Sonsbeck war platt, und RWE hatte jetzt richtig Lust aufs Toreschießen. Janssen mit seinem dritten Tor (106.) und der eingewechselte Pesch mit einem Doppelpack (113., 117.) machten das Ergebnis am Ende mit 7:2 doch noch standesgemäß. Rot-Weiss Essen hat damit das Ticket für die zweite Runde gelöst. (red)
