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„Ach, du liebe Güte“Krasses Desinteresse von Spieler macht WM-Trainer fassungslos

Graham Potter spricht an der Seitenlinie mit Anthony Elanga.

Copyright: IMAGO/Ball Raw Images

Anthony Elanga hat seinem Trainer Graham Potter offenbar nicht richtig zugehört.

Anthony Elanga war bei der Teambesprechung der Schweden vor dem letzten Gruppenspiel ganz offensichtlich nur körperlich anwesend.

Mit seinem Ausgleichstor zum 1:1 gegen Japan im letzten Gruppenspiel hat Anthony Elanga Schweden das Ticket für die K.o.-Runde gesichert. Dumm nur, dass ihm das gar nicht bewusst war. Die Reaktion des Flügelspielers nach dem Schlusspfiff machte seinen Trainer fassungslos.

Nach dem Ende der Partie zeigte sich der 24-Jährige bitter über das scheinbare Ausscheiden enttäuscht. Seine Teamkollegen machten ihm aber schnell klar, dass sein Frust völlig unangebracht war.

Anthony Elanga hörte bei Teambesprechung nicht zu – und wurde nach WM-Spiel überrascht

Seine schwedischen Mitspieler berichteten nach Abpfiff, dass man vor dem Spiel über mögliche Szenarien gesprochen habe – Elanga in der Besprechung aber wohl nicht zugehört habe.

Der schwedische Nationaltrainer Graham Potter schwankte anschließend zwischen Belustigung und Fassungslosigkeit, als er bei der Pressekonferenz darüber informiert wurde. „Das erklärt einiges“, sagte der Engländer lachend. „Wir hätten es ihm nicht noch deutlicher machen können, er hat offensichtlich an etwas anderes gedacht, der Gute.“

Fast schon väterlich fügte er hinzu: „Ich liebe ihn ja gerade ... aber ach, du liebe Güte.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Elanga über mögliche Szenarien nicht im Bilde war. So wurde er im November beim Nationalteam davon überrascht, dass Schweden trotz einer verpatzten WM-Qualifikation ohne einen einzigen Sieg noch die Chance auf die WM-Teilnahme hatte.

Auch damals informierten ihn erst seine Kollegen darüber, dass Schweden dank des Siegs in Gruppe C der Nations League an den Playoffs teilnehmen durfte, über die sich die Skandinavier im März dieses Jahres dann tatsächlich noch das WM-Ticket holen sollten. „Ich wusste das nicht“, gab Elanga damals gegenüber schwedischen Medien zu. Es sei aber „sehr schön“ gewesen, davon zu erfahren.

Nun steht Schweden bei der auf den letzten Drücker erreichten WM sogar in der K.o.-Runde. Als Gruppendritter mit vier Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis geht es für die Skandinavier weiter. Der Gegner im Sechzehntelfinale steht bisher nicht fest, es droht aber ein Duell mit Top-Favorit Frankreich. (are/dpa)

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