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Klub von Ex-Bayern-StarWettskandal erschüttert österreichischen Fußball

Jannik Robatsch und Trainer Carsten Jancker an der Seitenlinie.

Copyright: IMAGO/GEPA pictures

Jannik Robatsch und Trainer Carsten Jancker von Austria Klagenfurt.

Ein Pokalspiel mit acht Treffern, dubiose Wetten aus Asien und drei Verdächtige. Ein handfester Skandal erschüttert die Alpenrepublik!

Österreichs Fußballwelt ist in Aufruhr! Ein massiver Wettskandal sorgt für Wirbel. Die Anklagebehörde in Klagenfurt hat aufgrund von mutmaßlich geschobenen Partien rechtliche Schritte gegen drei Personen eingeleitet. Im Zentrum der Untersuchungen befindet sich ein Pokalduell aus dem Jahr 2020. Damals spielte Austria Klagenfurt, dessen Trainer heute Carsten Jancker (52) ist, gegen den Regionalligisten Stadl-Paura.

Im Wörthersee-Stadion gewannen die Klagenfurter, damals noch Zweitligist, klar mit 7:1. Drei Personen stehen im Fokus der Ermittler: ein 55-jähriger früherer Funktionär aus Österreich, der momentan eine Haftstrafe wegen Drogendelikten absitzt, ein Montenegriner (33), der zu der Zeit als Spieler auf dem Feld gestanden haben soll und verschwunden ist, sowie ein Südkoreaner (43), der als Geldgeber für den Regionalligisten auftrat. Das berichtet „bild.de“.

Die heiße Spur führt nach Asien

Dem Südkoreaner wird vorgeworfen, in Asien erhebliche Summen auf exakt diesen Spielausgang platziert zu haben. Das ist für die Untersuchungsbehörden der zentrale Punkt in der ganzen Affäre. Markus Kitz, Sprecher der Behörde, erläuterte der Nachrichtenagentur APA die Schwierigkeit: „In Asien wird in bar gewettet und in bar ausgezahlt, die Summen waren nicht mehr nachvollziehbar.“

Im Klartext heißt das: Niemand kann mehr sagen, welche Beträge wirklich eingesetzt und als Gewinn ausgeschüttet wurden. Aus diesem Grund beziffern die Behörden den Schaden auf einen Betrag, der zwischen 5.000 und 300.000 Euro liegt. Anfänglich vermuteten die Ermittler sogar, dass es um mehrere geschobene Partien und einen Schaden in Millionenhöhe gehen könnte.

Der 55-jährige ehemalige Funktionär ist laut Kitz der Einzige, der ein teilweises Geständnis abgelegt hat. Er räumte ein, ungefähr 20.000 Euro erhalten zu haben. Den Spielern sei die Auszahlung ausstehender Löhne sowie eine Bonuszahlung von 2.000 Euro in Aussicht gestellt worden.

Aber es zogen nicht alle mit: Mehrere Kicker verweigerten die Teilnahme und informierten die zuständigen Stellen, was die Ermittlungen auslöste. Bei einer weiteren Begegnung von Stadl-Paura gegen den SC Weiz blieb es laut Anklageschrift bei einem Versuch der Manipulation. Der angeklagte Südkoreaner weist sämtliche Anschuldigungen von sich; er wurde schon von den asiatischen Behörden befragt. (red)