„Fühle ich mich homosexuell“ Vor Katar-WM: Wirre Rede von FIFA-Boss Infantino wird von Fans zerrissen 

Gianni Infantino gestikuliert während seiner Rede in Doha.

FIFA-Präsident Gianni Infantino bei seiner Rede vor der Fußball-WM in Katar am 18. November 20222 in Doha.

Die heftige Kritik an der Fußball-WM in Katar will FIFA-Boss Gianni Infantino so nicht stehen lassen. Seine irre Rede wird von Fans zerrissen.

Jetzt spricht der Boss! FIFA-Präsident Gianni Infantino (52) hat einen Tag vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-WM in Katar eine viel beachtete Rede gehalten. Dabei hat er die scharfe Kritik an der Vergabe zurückgewiesen und emotionale und teil wirre Wort gefunden für die er als Zyniker kritisiert wird.

Infantino hat die „Doppelmoral“ westlicher Nationen gegen WM-Gastgeber Katar angeprangert. „Ich denke, was wir Europäer in den vergangenen 3000 Jahren weltweit gemacht haben, da sollten wir uns die nächsten 3000 Jahre entschuldigen, bevor wir anfangen, moralische Ratschläge an andere zu verteilen“, sagte der 52-jährige Schweizer während einer Pressekonferenz am Samstag (19. November 2022)  in Al-Rajjan.

WM in Katar: Gianni Infantino wirft Kritikern Doppelmoral vor

Es sei „traurig“, diese „Doppelmoral“ erleben zu müssen. Katar steht seit Jahren wegen des schlechten Umgangs mit Menschenrechten sowie den Lebensbedingungen für ausländische Arbeiter in der Kritik, die auch von unabhängigen Organisationen wie Amnesty International geäußert wurde.

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Die Regierung des Emirats weist das zurück. „Wie viele dieser westlichen Unternehmen, die hier Milliarden von Katar erhalten – wie viele von ihnen haben über die Rechte von Arbeitsmigranten gesprochen? Keiner von ihnen“, sagte Infantino, ohne Beispiele anzuführen.

„Wer kümmert sich um die Arbeiter? Wer? Die FIFA macht das, der Fußball macht das, die WM macht das – und, um gerecht zu sein, Katar macht es auch“, beteuerte Infantino.

Er verstehe nicht, wieso die Fortschritte in Katar nicht anerkannt würden, sagte der FIFA-Präsident, der in Doha einen Nebenwohnsitz hat. „Diese Art und Weise, einseitig Lektionen erteilen zu wollen, das ist heuchlerisch.“

Seine Pressekonferenz eröffnete der Schweizer mit emotionalen und irren Sätzen: „Heute fühle ich sehr starke Gefühle, heute fühle ich mich als Katarer, heute fühle ich mich als Araber, heute fühle ich mich afrikanisch. Heute fühle ich mich homosexuell. Heute fühle ich mich behindert, heute fühle ich mich als Arbeitsmigrant.“

Für viele Betrachter ist das Zynismus pur. Und Respekt vor den auf den WM-Baustellen verstorbenen Gastarbeitern hat Infantino damit auch nicht gezeigt.

In den sozialen Netzwerken wird Infantino für seine Rede scharf kritisiert. Viele Fans werfen dem FIFA-Boss Zynismus vor, wenn er sagt, er sei ein Arbeitsmigrant oder ein Homosexueller.

Ein Fan schreibt bei Twitter: „Der sollte mal in den Spiegel schauen. Dem gehen tausende tote Arbeiter für diese egozentrische Lobbyisten-WM am A... vorbei, nur um sein Geld zu retten. Wäre interessant zu wissen, wer seinen 2. Wohnsitz in Doha finanziert hat.“

Ein weiterer Beitrag: „Wetten, dass… es bei der FIFA menschenverachtende Zyniker gibt?“ Ein anderer Fan twittert: „Und damit geht Gauner Infantino in die Geschichte ein – als der vermutlich größte Zyniker des Fußballs à la FIFA ein. Eine Vorlage für Filme über ganz besondere Familienclans. Ebenso die Deppen um ihn wie Beckham and Co.“ (dpa, ubo)

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