WM als Sprungbrett Nächste Bewerbung in Arbeit – Olympia 2036 in Katar?

Der „Qatar 2022“- Schriftzug während der WM.

Katar soll die Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2036 vorbereiten. 

Katar soll bereits zum vierten Mal die Bewerbung für die Olympischen Spiele vorbereiten. 2036 möchte der Wüstenstaat das Großereignis ausrichten.

Die WM ist in vollem Gange – am 18. Dezember 2022 wird in Katar die beste Fußballnation der Welt gekürt. Doch statt von sportlicher Euphorie wird das Turnier von massiver Kritik am Gastgeberland begleitet. 

Die hält den arabischen Wüstenstaat jedoch nicht davon ab, die Fühler nach weiteren Groß-Events auszustrecken. Konkret: Katar soll im Hintergrund zum wiederholten Male die Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2036 vorbereiten. 

Vierte Bewerbung: Katar macht mit WM Werbung für Olympia 

Davon berichtete zuletzt die britische Tageszeitung „The Guardian“ (2. Dezember 2022). Demnach verbuche Katar die WM als großen Erfolg und sehe das Turnier als optimales Sprungbrett für kommende Events.

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Bereits mehrfach war das Wüsten-Emirat in der Vergangenheit bei der Vergabe für die Olympischen Sommerspiele leer ausgegangen. Das IOC (Internationale Olympische Komitee) zweifelte wohl daran, dass das kleine Land die nötige Infrastruktur für solch ein Großereignis bereitstellen kann.

Die umstrittene WM soll die Skepsis nun aus dem Weg räumen. Nach den missglückten Bewerbungen für die Spiele 2016, 2020 und 2032 will Katar für 2036 endlich die Zusage erhalten.

Neben der Fußball-WM war das Land am persischen Golf bereits Gastgeberland von zwei weiteren Sport-Ereignissen. 2015 fand dort die Handball-WM und 2019 die Leichtathletik-WM statt.

Ob Katar sich für Olympia als alleiniges Gastgeberland – oder gemeinsam mit einem anderen Staat bewerbe, ist Berichten zufolge derweil noch offen.

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Katar steht wegen Korruption, der Situation der Gastarbeiter und massiver Menschenrechtsverletzungen stark in der Kritik. Dass die WM wegen der hohen Temperaturen in diesem Jahr im Winter statt wie üblicherweise im Sommer ausgetragen wird, führte ebenfalls zu großem Unmut vieler Fußball-Fans.

Auch die Olympischen „Sommerspiele“ wären von der Hitze betroffen und würden deshalb zu Herbstspielen werden. In der Geschichte wäre das nicht allerdings das erste Mal. Bereits 1964 wurden die Spiele in Tokio in den Oktober geschoben. Auch in Seoul (1988) und Sydney (2000) wurde die olympische Flamme erst im September entzündet. (ra)

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