Statt einer Pressemitteilung gibt’s ein YouTube-Video: Ein TV-Experte macht seinen neuen Posten selbst öffentlich.
Job-Verkündung auf YouTubeNeuer Türkei-Trainer geht den Klopp-Weg

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Sergen Yalcin wird neuer Trainer der türkischen Nationalmannschaft.
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Vincenzo Montella ist weg, ein Neuer steht bereit. Das Überraschende: Bekannt gemacht hat das nicht der Fußballverband, sondern der künftige Coach höchstpersönlich. Per Video ließ Sergen Yalcin (53) wissen: Er übernimmt die türkische Nationalmannschaft.
Als Arda Turan abgewunken hatte, war Yalcin die erste Wahl der Funktionäre. Der 53-Jährige geht den Weg, den auch DFB-Coach Jürgen Klopp (59) gegangen ist: vom TV-Experten zum Nationaltrainer.
Yalcin schwärmt: „Trainer des Volkes zu sein, ist wunderbar“
Schon länger ist er außerdem für Kafa Sport auf YouTube aktiv. Genau auf diesem Kanal machte er am Dienstagmittag seine Einigung mit den Verbandsbossen publik. Das berichtet „Ligablatt“. Später legte der Verband dann mit der offiziellen Mitteilung nach.
Satte 45 Minuten nahm sich der Neue fürs Gespräch Zeit. Dabei kam er richtig ins Schwärmen: „In den letzten zwei, drei Tagen gab es diesbezüglich sehr wichtige Entwicklungen. Das Emblem mit Halbmond und Stern steht über allem. Es steht weit über den Vereinsmannschaften. Trainer des Volkes zu sein, ist wunderbar. Es erfüllt mich mit Stolz und Freude.“
Für Montella war Schluss. Die WM lief enttäuschend, dazu brachte die Nations League eine Pleite nach der anderen – da trennten sich die Verantwortlichen vom bisherigen Coach. Offiziell bestätigt hatte der Verband den Wechsel während Yalcins Video-Auftritt aber noch nicht.
Mit Details zum Vertrag hielt sich Yalcin dagegen nicht zurück. Rund vier Jahre soll es gelten, bis zum Sommer 2030 – also über eine eventuelle WM 2030 hinaus. So begründet er das: „Lasst euch von der vierjährigen Laufzeit nicht abschrecken. Wir müssen das tun, weil die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft anstehen. Das ist nun mal der vorgegebene Zeitraum. Wir machen das nicht zum Spaß.“
Jetzt kommt’s: Früher hatte der Mann aus Istanbul stets gepredigt, sich höchstens für zwölf Monate zu binden. Sein Argument damals: Wer länger unterschreibt, macht sich abhängig.
Lange einarbeiten kann sich der Neue nicht. Schon in rund vier Wochen coacht Yalcin zum ersten Mal von der Seitenlinie aus. Zum Auftakt kommt Belgien nach Izmir (12. November), nur drei Tage danach reist die Türkei nach Frankreich. (red)
