Regulär, oder nicht? Wilde Diskussion um Japan-Treffer – FIFA verrät: So war es wirklich

Kaoru Mitoma kratzt den Ball vor Japans 2:1-Siegtor bei der WM 2022 gegen Spanien agerade noch von der Grundlinie.

Kaoru Mitoma kratzt den Ball vor Japans 2:1-Siegtor bei der WM 2022 gegen Spanien am Donnerstag (1. Dezember 2022) gerade noch von der Grundlinie.

Hätte das 2:1 für Japan gegen Spanien zählen dürfen? Nicht nur Deutschland diskutierte den Treffer, der für das Aus der DFB-Auswahl bei der WM 2022 sorgte. Jetzt fällte die FIFA ein finales Urteil.

Es war nicht der schönste Treffer der WM 2022, aber der mit dem größten Diskussions-Potenzial. Nach Japans 2:1-Sieg gegen Spanien am Donnerstag (1. Dezember 2022) diskutierten nicht nur die leidtragenden Deutschen, ob der Ball wenige Augenblicke vor dem entscheidenden Tor die Grundlinie bereits überschritten hatte.

Die ganze Welt fragte sich, ob der Treffer tatsächlich regulär war. Fotos, Videos und Zeitlupen wurden hin und her gedreht – ohne eindeutiges Ergebnis. Dafür sorgte einen Tag nach dem Spiel aber die FIFA mit einem offiziellen Statement.

WM 2022: Deutschland-Aus nach regulärem Japan-Treffer

Wie der Weltverband bei Twitter am Freitag mitteilte, sei der Treffer zum 2:1 durch den Düsseldorfer Ao Tanaka (24) von den Videoschiedsrichtern mithilfe der Torlinienkamera überprüft worden. Demnach sei der Ball in der Entstehung „nach den vorliegenden Informationen nicht vollständig aus dem Spiel“ gewesen.

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Japans Kaoru Mitoma (25) hatte den Ball von der Grundlinie gekratzt, seine Flanke verwertete Tanaka. Auf Bildern aus seitlicher, aber verzerrender Perspektive ist zwischen Ball und Linie tatsächlich grüner Rasen zu sehen. „Andere Kameras können irreführende Bilder liefern“, erklärte die FIFA.

Der Weltverband veranschaulichte seine Erklärung mit einem Video, in dem zu sehen ist, dass der Ball noch mit wenigen Millimetern auf der Linie war. Japan rettete die Führung über die Zeit.

Hier sehen Sie das FIFA-Video zum Tor von Japan:

Deutschland, das bei einem Remis der Japaner ins Achtelfinale eingezogen wäre, schied wie vor vier Jahren in Russland bereits in der WM-Vorrunde aus.

Langer VAR-Check bei haarscharf regulärem Japan-Tor

Schiedsrichter Victor Gomes aus Südafrika hatte mehrere Minuten auf dem Rasen gewartet, bis die Überprüfung des Videoassistenten (VAR) vorbei war. Dann gab Gomes das Tor, das Japan den Gruppensieg und Deutschland das vorzeitige WM-Aus bescherte.

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Ein Unentschieden zwischen Japan und Spanien hätte der DFB-Auswahl durch den Sieg gegen Costa Rica zum Einzug ins Achtelfinale gereicht, die ausbleibende spanische Schützenhilfe besiegelte am Donnerstag das zweite Vorrunden-Aus in Folge bei einer Fußball-Weltmeisterschaft.

Im Gegensatz zur Torlinie gibt es bei der Torauslinie kein automatisches technisches Hilfsmittel. Es war deshalb eine der längsten Video-Überprüfungen bei diesem Turnier. Gomes sah sich die Szene nicht selbst am Monitor an, sondern bekam die Entscheidung aufs Ohr durchgesagt. (sid/dpa/bc)

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