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Reporterin live im TV sexuell belästigt Erste Konsequenzen für übergriffigen Fan

TV-Moderatorin Greta Beccaglia posiert auf einem Instagram-Foto im TV-Studio.

Greta Beccaglia wurde bei einem Einsatz als TV-Moderatorin sexuell belästigt. Das Foto aus dem Studio veröffentlichte sie am 27. September 2021 bei Instagram

Ausgerechnet am Wochenende, als die Klubs der Serie A gegen häusliche Gewalt protestierten, kam es live im italienischen TV zu einer sexuellen Belästigung. Dem Täter drohen nach ersten Konsequenzen weitere Strafen.

Eine widerliche Aktion, live im italienischen Fernsehen: Vor dem Carlo-Castellani-Stadion berichtete Journalistin Greta Beccaglia am Samstag (27. November 2021) über das Duell FC Empoli gegen AC Florenz (2:1). Dann geschah das Unglaubliche: Ein Fußballfan näherte sich der TV-Kommentatorin und griff ihr einfach wortlos an den Po!

Die Kommentatorin reagierte erst verblüfft und sagte dann mit erhobenen Zeigefinger in Richtung des Sexisten, der schnell das Weite suchte: „Tut mir leid, sie können das nicht tun.“ Nun hat die sexuelle Belästigung erste Folgen für den Florenz-Anhänger.

Lange Stadionsperre für den Täter

Am Dienstag (30. November) wurde bekannt, dass der Polizeichef von Florenz ein dreijähriges Stadionverbot für den Fan der AC Florenz verhängt hat. Der mutmaßliche Täter habe sich außerdem für sein Verhalten entschuldigt.

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Der Journalistin geht diese Strafe aber verständlicherweise nicht weit genug. Sie erklärte, sie begnüge sich nicht mit einer Entschuldigung. Sie wolle, dass gegen den Mann ein Gerichtsprozess geführt werde und fügte nachdrücklich an: „Die Gerechtigkeit muss ihren Lauf nehmen und feststellen, dass dieses beschämende Verhalten falsch ist.“

Moderator nach Belästigung: „Manche verdienen eine Ohrfeige“

Etwas skurril war nach der Szene vom Samstag die Reaktion ihres Kollegen Giorgio Micheletti im Studio von Toscana TV. „Sei nicht böse, du wirst auch mit diesen Erfahrungen wachsen!“ Dann richtete der Moderator: „Einige Verhaltensweisen verdienen eine gesunde Ohrfeige, wie sie sie als Kind bekommen hätten, um daran zu wachsen.“

Der italienische Journalistenverband reagierte umgehen, drückte sein aufrichtiges Bedauern aus und verurteilte den Vorfall aufs Schärfste. Es sei nun Zeit, „die Belästigung von Frauen einzustellen, sie ist ein soziales und kulturelles Problem.“

Auf ihrem Instagram-Account bat Beccaglia nun ihre Follower, zu helfen, um den Täter zu identifizieren. „Was mir passiert ist, ist nicht akzeptabel und sollte nicht wiederholt werden. Es war im live im Fernsehen. Leider passieren solche Belästigungen, wie wir wissen, auch anderen Frauen bei ausgeschalteter Kamera, also ohne, dass man es erfährt.“

Der Vorfall passierte ausgerechnet an dem Spieltag, an dem die Klubs der Serie A gemeinsam ein Zeichen gegen häusliche Gewalt setzen. Der toskanische Journalistenverband ist empört: „In einer Woche, in der die Augen genau auf dieses Thema gerichtet sind, passiert so etwas live im TV. Das ist erschütternd.“ (ach/sid)

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