Coming-out Zweitliga-Profi erklärt: „Ich wusste mein Leben lang, dass ich schwul bin“

Jake Daniels (rechts) beim Spiel seines FC Blackpool an der Seite seines Mitspielers Jerry Yates am 7. Mai 2022 im Spiel gegen Peterborough.

Jake Daniels (rechts) beim Spiel seines FC Blackpool an der Seite seines Mitspielers Jerry Yates am 7. Mai 2022 im Spiel gegen Peterborough.

Jake Daniels hat sich als homosexuell geoutet. Das Besondere: Er ist Fußball-Profi. Und unter denen, die Männer lieben, stehen nicht viele öffentlich zu ihrer Sexualität.

Es ist ein historischer Tag nicht nur für den englischen Fußball, sondern für den Sport insgesamt. Jake Daniels hat als erster Profi in der britischen Liga seit mehr als drei Jahrzehnten seine Homosexualität öffentlich gemacht.

„Ich wusste mein Leben lang, dass ich schwul bin und jetzt fühle ich mich bereit dazu, mein Coming-out zu machen und ich selbst zu sein“, erklärte der 17-Jährige am Montag (16. Mai 2022) in einer Mitteilung auf der Website des britischen Zweitliga-Klubs FC Blackpool, für den er spielt.


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Erst im vergangenen Jahr hatte sich in Carl Nassib ein aktiver Football-Profi aus der NFL öffentlich geoutet, der zuvor für die Cleveland Browns, Tampa Bay Buccaneers und Las Vegas Raiders gespielt hatte. Auch er brach damit ein Tabu.

Homosexualität im Profi-Fußball noch immer Tabuthema

Homosexualität ist im Profi-Männerfußball bis heute weitgehend ein Tabuthema. In Deutschland war der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger im Jahr 2014 der erste Profi-Fußballer, der nach seinem Karriereende bekannt gab, schwul zu sein.

Hitzlsperger begrüßte Daniels' Schritt im Kurznachrichtendienst Twitter mit den Worten: „Gut gemacht, Jake Daniels! Hab' eine wunderbare Karriere!“ Er lobte auch den FC Blackpool für dessen Unterstützung.

Der britische Premierminister Boris Johnson dankte Daniels für dessen „riesigen Mut“ und ergänzte: „Du wirst viele Menschen auf dem Feld und außerhalb davon inspirieren.“ (afp)

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