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Folgt die nächste Hertha-Krise? Wahl von Sportchef Fredi Bobic fiel offenbar nicht auf den neuen Hertha-Boss

Fredi Bobic schaut sich vor dem Spiel gegen den HSV im Berliner Olympiastadion um.

Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic am 19. Mai 2022 beim Relegations-Hinspiel gegen den Hamburger SV.

Nach dem Klassenerhalt und mit einer neuen Vereinsführung soll es bei Hertha BSC wieder bergauf gehen. Doch die Wahl des neuen Präsidenten Bernstein ist wohl nicht nach dem Geschmack von Sportchef Fredi Bobic.

Kommt es zum nächsten Zoff in der Vereinsführung? Seit Sonntag (26. Juni 2022) steht fest, Ex-Ultra Kay Bernstein (41) wird neuer Präsident bei Hertha BSC – diese Wahl hat Fredi Bobic (50) aber offenbar nicht getroffen.

Die Wahl des Sport-Geschäftsführers soll bei der Klubversammlung nicht auf den 41-Jährigen gefallen sein. Bobic gab Gegenkandidat und CDU-Politiker Frank Steffel (56) seine Stimme, der aber mit 1280 Stimmen gegen Bernstein unterlag.

Hertha BSC: Fredi Bobic wählte Hertha-Präsident Bernstein nicht

Laut „Sport Bild“-Informationen fiel Bobics Entscheidung auf Steffel, da dieser sich auf das wirtschaftliche Vorankommen von Hertha BSC fokussieren wollte und zudem Kontakt mit Investor Lars Windhorst (45) pflegt.

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Der neue Hertha-Präsident Bernstein habe andere Vorstellungen als der Sportchef für die Zukunft des Klubs – vor allem in Bezug auf die Kaderplanung. Zwar möchten beide mehr in die Jugend investieren, jedoch plant Bernstein mit Spielern wie Márton Dárdai (20) und Jordan Torunarigha (24), die bei Bobic allerdings auf der Abschussliste stehen.

Der Geschäftsführer ist offenbar gezwungen einen Transferüberschuss von 15 Millionen zu erzielen, nach der schwachen letzten Saison keine leichte Aufgabe. Dabei gelte kein Spieler als unverkäuflich.

Bernstein, der Vorsänger einer Ultra-Gruppierung der Hertha war, steht viel mehr für das emotionale und möchte mehrere Bereiche des Klubs näher zusammen bringen. Ein Aspekt, der in letzte Zeit beim Hauptstadtklub gefehlt hat und auch Bobic weiterbringen könnte.

In der Vergangenheit wurde er des häufigeren immer wieder von Präsidium und Aufsichtsrat kritisiert, da er selten auf Harmonie gesetzt habe. Es bleibt die nächsten Wochen abzuwarten, ob die Zusammenarbeit zwischen Bobic und Bernstein funktionieren wird. Die Voraussetzungen für ein gutes Verhältnis könnten besser sein.

Bereits in der Vergangenheit kamen im Berliner Klub immer wieder Unruhen auf. Nach der kurzen Amtszeit von Trainer Jürgen Klinsmann (57), hatte dieser ein Tagebuch veröffentlicht, in dem er über den Verein herzieht und die Vereinsführung in allen Belangen hinterfragt hatte. (fr)

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