Bei Bauarbeiten verschandelt Kult-Stadion wird für WM komplett umgekrempelt

Ein Blick ins beleuchtete Aztekenstadion bei einem Ligaspiel in Mexiko. Für die WM 2026 soll die Arena umgebaut werden

Das Aztekenstadion, hier am 29. Dezember 2019 bei einem Ligaspiel von América CF in Mexiko, beeindruckt weiterhin mit seiner Größe, hat aber von seinem alten Glanz eingebüßt.

Große Pläne für ein gigantisches Stadion: Das den Mexikanern heilige Aztekenstadion wurde bei kleineren Umbauten Stück für Stück entweiht. Jetzt soll die legendäre Arena wieder zu einem Fußball-Tempel werden.

Wer nach den größten Fußball-Tempeln dieser Welt sucht, kommt am Aztekenstadion in Mexiko-Stadt kaum vorbei. Die ursprünglich für die WM 1970 gebaute Arena mit einem früheren Fassungsvermögen von 107.000 Fans hat in den 55 Jahren ihres Bestehens bereits etliche unvergessliche Spiele erlebt.

Doch so wie der traurige Schnitt bei den Spielen der beiden Erstligisten América CF und Cruz Azul (28.278 und 21.459 Zuschauerinnen und Zuschauer) hinkt auch das aktuelle Erscheinungsbild des Aztekenstadions weit hinter früheren – und vor allem besseren – Zeiten hinterher. Jede neue Änderung, die letztlich nach hinten losging, brachte die mexikanische Volksseele in den vergangenen Jahren aufs Neue zum Kochen.

WM 2026: Aztekenstadion soll auf Vordermann gebracht werden

Mit umfassenden Renovierungsarbeiten soll der „Koloss aus Santa Úrsula“ wieder auf früheres Niveau gehoben werden. Für die 2026 in den USA, Kanada und Mexiko stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft soll das Stadion ab Anfang 2023 umgebaut werden. América und Cruz Azul ziehen dann zeitweise ins deutlich kleinere Estadio de la Ciudad de los Deportes mit rund 35.000 Plätzen.

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Ein Blick auf die leeren Tribünen im Aztekenstadion

Das Aztekenstadion, hier vor einem Spiel am 15. März 2020, sieht noch immer beeindruckend aus, kommt bei Fußballfans in Mexiko aber nicht mehr gut weg.

FIFA-Präsident Gianni Infantino (52) nahm die Umbau-Pläne Ende April bei einem Besuch in Mexiko-Stadt selbst in Augenschein. Im Fokus stehen dabei auch die Außenflächen, auf denen Hotels und Geschäfts-Bereiche geschaffen werden sollen.

Fußballfans in Mexiko stören sich an den schrittweisen „Verschlimmbesserungen“ im Innenraum der Arena. Das Fassungsvermögen sank um knapp ein Drittel auf inzwischen 81.070 Plätze, viele Lounge- und VIP-Zonen wurden planlos in die Tribünen integriert, die vor Ort und bei TV-Übertragungen nicht mehr viel vom einstigen Hexenkessel erkennen lassen.

Foto der exklusiven Bereiche im Aztekenstadion, die bei vielen Fußballfans für Unverständnis sorgen

Auch hieran stören sich viele Fußballfans in Mexiko: Die exklusiven Plätze hinter den Trainerbänken des Aztekenstadions sind zu weiten Teilen begrünt, auch Zwischendächer wurden eingebaut.

Denn während der gigantische Oberrang noch immer an früher erinnert, haben die unteren Tribünen-Bereiche nur noch wenig mit einem stimmungsvollen Fußballstadion zu tun. Viele kleine Blöcke zerteilt durch durchlaufende Treppen prägen das Bild, der Unterrang mit exklusiven Plätzen hinter den Trainerbänken ist zu weiten Teilen mit Pflanzenkübeln begrünt. Hinzu kommen mehrere Zwischendächer in einzelnen Bereichen.

WM 2026: Nur wenige Spiele im Aztekenstadion

Ähnlich wie im Maracana in Brasilien büßte das Aztekenstadion im Laufe der Jahre Teile seines Mythos ein. Neue Arenen wie das Estadio BBVA in Monterrey und das Estadio Akron in Guadalajara sind in der Wahrnehmung vieler Anhänger vorbeigezogen.

Ein Blick ins menschenleere Estadio BBVA in Monterrey.

Das Estadio BBVA, hier 2017 vor einem Erstligaspiel in Monterrey, gilt in Mexiko inzwischen als Vorzeige-Stadion.

Auch bei dieser Entwicklung soll durch die anstehenden Umbauten gegengesteuert werden: Das Estadio Azteca, seit Jahre im Besitz des Medien-Imperiums Televisa, soll wieder die Nummer eins im Land werden.

Von den 80 WM-Spielen, die durch die anstehende Erweiterung auf 48 Teilnehmer künftig auf dem Endrunden-Spielplan stehen, werden bei der WM 2026 allerdings nur zehn in Mexiko ausgetragen. Wie auch in Kanada finden alle Begegnungen in der Vorrunde statt, die entscheidende Turnier-Phase verläuft dann komplett in den Mega-Arenen der USA.

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