Uganda steht unter Schock. Ein beliebter Fußballer wird Opfer sinnloser Gewalt – wegen eines Handys.
Schock in UgandaKapitän von Rekordmeister mit Pflastersteinen totgeschlagen

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Mit diesem Foto gab der SC Villa den Tod seines Kapitäns David Owori bekannt.
Ein Akt unfassbarer Brutalität sorgt in Uganda für Fassungslosigkeit. Der Nationalspieler David Owori ist am Dienstagabend (4. August 2026) direkt vor seiner Haustür in der Hauptstadt Kampala von mehreren Angreifern überfallen worden.
Augenzeugen berichten, dass die Angreifer mit Pflastersteinen auf den Fußballer einschlugen, bis dieser sein Bewusstsein verlor.
Ein Land in Trauer: „Wir verloren einen Bruder“
Das Motiv für diese heimtückische Tat: Owori wehrte sich gegen den Raub seines Telefons und anderer persönlicher Gegenstände. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus und danach in eine Spezialklinik verlegt, doch am Mittwoch verstarb er an den Folgen der schweren Verletzungen. Die Behörden suchen nun nach den geflohenen Tätern.
Die Meldung über Oworis Ableben hat landesweit für Bestürzung und tiefe Trauer gesorgt. Das berichtet „BBC News“. Sein Klub, der Rekordtitelträger SC Villa, teilte in einer Erklärung mit: „Wir haben mehr als einen Spieler verloren – wir haben einen Anführer, Bruder und Freund verloren.“ Der ugandische Fußballverband (Fufa) ehrte Owori als „einen wahren Anführer auf und neben dem Platz“.
Das Nationalteam, das den Spitznamen „die Kraniche“ trägt, beklagt den Verlust eines Stars, der die „Hoffnungen“ der Nation verkörperte. Sogar das Parlament hielt am Mittwoch inne und gedachte des getöteten Sportlers mit einer Schweigeminute, wobei eine zügige Untersuchung des Falls gefordert wurde.
Bei seinem Verein SC Villa war David Owori, den seine Anhänger liebevoll „Colgate“ riefen, eine Legende. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Europa kam der flexibel einsetzbare Abwehr- und Mittelfeldakteur 2023 wieder zu seinem Stammklub.
Als einer der erfahrensten Akteure im Team führte er die Mannschaft 2024 zur ersten Meisterschaft seit zwei Jahrzehnten – es war der 17. Triumph in der Klub-Historie.
Die grausame Tötung löste in den sozialen Netzwerken eine Welle der Empörung aus. Zahlreiche Ugander kritisieren die eskalierende Gewalt in Kampala und verlangen strengere Maßnahmen. Nur wenige Wochen zuvor war mit dem Rugby-Nationalspieler Sydney Gongodyo ein anderer Spitzensportler in der Hauptstadt durch einen Mob-Übergriff ums Leben gekommen. (red)
