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Bitteres Wiedersehen mit AufstiegstrainerFC-Leihgabe trifft gegen Fortuna

Uwe Koschinat am Seitenrand im Duell gegen seinen Ex-Verein Fortuna Köln.

Copyright: IMAGO/Maximilian Koch

Uwe Koschinat kann sich beim Wiedersehen mit seinem Ex-Klub durchsetzen.

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Ausgerechnet beim Wiedersehen mit seinem langjährigen Ex-Klub durfte Uwe Koschinat jubeln! Rot-Weiss Essen besiegte Fortuna Köln mit 2:0.

Für Uwe Koschinat (54) war es ein Wiedersehen mit einem ganz besonderen Verein. Sieben Jahre lang, von 2011 bis 2018, trainierte der heutige Essen-Coach Fortuna Köln.

Bei den Südstädtern übernahm er seine erste richtige Cheftrainer-Position und feierte 2014 mit dem Aufstieg in die 3. Liga einen seiner größten Erfolge. Nach weiteren Trainerstationen in Sandhausen, Saarbrücken, Bielefeld und Osnabrück steht Koschinat mittlerweile bei Rot-Weiss Essen an der Seitenlinie.

FC-Talent Potocnik macht den Deckel drauf

Gegen seinen ehemaligen Verein durfte er nun einen 2:0-Erfolg feiern und mit seiner Mannschaft den Anschluss an die Tabellenspitze halten.

Die Ausgangslage versprach eine interessante Begegnung: Während Essen als Tabellendritter in die Partie ging, belegte Aufsteiger Fortuna Köln vor dem Spieltag den zwölften Platz. Zuletzt hatte sich die Mannschaft von Matthias Mink mit einem 0:0 vom 1. FC Saarbrücken getrennt.

Besonders die Kölner Defensive hatte bis dahin überzeugt. Mit lediglich acht Gegentreffern stellte die Fortuna vor der Begegnung die beste Abwehr der Liga. Auch Koschinat warnte vor Anpfiff am MagentaSport-Mikro vor der defensiven Stabilität seines ehemaligen Vereins.

Im Stadion an der Hafenstraße begann die Partie zunächst verhalten. Große Torchancen blieben aus, die Fortuna hielt gut dagegen und ließ die Essener Offensive kaum zur Entfaltung kommen. Doch mit der ersten nennenswerten Gelegenheit schlug RWE zu – unter Beteiligung eines ehemaligen FC-Spielers. Marvin Obuz bediente Marek Janssen, der aus kurzer Distanz am linken Pfosten zum 1:0 vollendete (20.).

Die Führung gab den Gastgebern Sicherheit. Essen erspielte sich weitere Möglichkeiten und profitierte dabei auch von Fehlern der Kölner. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde die Begegnung zunehmend zerfahren. Gleich drei Gelbe Karten verteilte der Schiedsrichter, eine davon an Koschinat, der sich lautstark über eine Entscheidung beschwert hatte.

Mit einem 0:1-Rückstand ging die Fortuna in die Halbzeitpause, kam anschließend aber deutlich mutiger aus der Kabine. Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte Jannik Mause die bis dahin beste Kölner Gelegenheit. Der Angreifer setzte sich durch und schloss aus rund zehn Metern ab, geriet dabei jedoch ins Fallen und setzte den Ball über das Tor.

Auch in der Folge zeigte sich die Mannschaft von Matthias Mink offensiv engagierter. Die ganz großen Möglichkeiten blieben allerdings aus. Mitte der zweiten Halbzeit verlor die Begegnung zunehmend an Tempo.

Die Fortuna ließ Gelegenheiten zum Ausgleich ungenutzt – und wurde in der Schlussphase dafür bestraft. Erneut war ein Spieler mit FC-Wurzeln beteiligt: Der eingewechselte Jaka Cuber Potocnik zog aus rund 20 Metern ab. Sein leicht abgefälschter Schuss landete zum 2:0 im Netz (82.). Der 21-Jährige ist aktuell vom FC an die Essener ausgeliehen.

Dabei blieb es bis zum Schlusspfiff. Koschinat entschied das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein für sich, während die Fortuna nach einer über weite Strecken ordentlichen Defensivleistung ohne Punkte die Heimreise antreten musste.

Mink zeigte sich nach dem Spiel bei Magenta selbstkritisch: „Wir waren in der ersten Halbzeit in vielen Phasen gar nicht auf dem Feld. Wir waren einfach zu schlecht in der ersten Halbzeit. (...) Ich fand die zweite Halbzeit viel besser.“