Ausfälle, Corona, fehlende Alternativen Rösler muss rumpelige Vorbereitung durchziehen

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Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler trägt in der Einheit am 25. August ein Tor vom Trainingsplatz.

Düsseldorf – Nach den anstrengenden Tagen von Venlo und dem ordentlichen Abschluss des Trainingslagers mit dem 2:2 bei Vitesse Arnheim durften Fortunas Kicker am Sonntag durchschnaufen.

Trotzdem gibt Uwe Rösler (51) zu: „Es ist die ungewöhnlichste Vorbereitung, die ich je erlebt habe. Aber das gilt sicher für alle. Aber ich mit dem Verlauf der Trainingswoche sehr zufrieden. Wir haben noch drei Wochen bis zum Ligastart beim HSV.“

Bisher konnte der Trainer den Neustart nicht so durchziehen wie er wollte. Der Kader ist mit nur 19 Feldspielern immer noch sehr dünn besetzt, dazu fehlten aufgrund von Verletzungen und Corona-Ausfällen mitunter acht Profis während der Vorbereitung.

Fortuna Düsseldorf fehlen Leistungsträger

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In Arnheim fehlten mit Jakub Piotrowski (22, Leiste), Alfredo Morales (30, Sprunggelenk), Adam Bodzek (34, muskuläre Verletzung) und Kevin Danso (21, Muskelverhärtung Oberschenkel) vier eingeplante Leistungsträger.

So ist es natürlich verdammt schwer, die Mannschaft für die harte Zweitligasaison einzuspielen – so ist Fortunas Vorbereitung recht rumpelig!

Rösler: Es wird die größte Herausforderung für uns, die Spieler, die jetzt aus Verletzungen oder der Corona–Pause herauskommen auf den Stand zu bringen oder Spieler, die noch dazukommen und zuletzt nicht im Mannschaftstraining waren, heran zu führen.“

Fortuna Düssedlorf: Sorgen um Dawid Kownacki

Besonders Dawid Kownacki (23) wird die ausgefallene Zeit nicht so schnell aufholen können. „Er hat im Prinzip sechs Monate nicht gespielt. Ihn müssen wir erst einmal wieder auf ein Niveau bringen, dass er spielen kann. Dass er Top-Leistungen bringen kann, wissen wir“, betont der Coach. „Aber das geht nun einmal nicht in einer oder in zwei Wochen. Das braucht Zeit, das braucht unheimlich harte Arbeit, auch von dem Spieler. Er durfte in den letzten Tagen überhaupt nichts mehr machen. Dawid hat es von denen, die die Infektion bekommen haben, am schlimmsten erwischt.“

Fortuna Düsseldorf: Trio ist wieder im Training

Zumindest Emmanuel Iyoha (22), Nana Ampomah (24) und Kelvin Ofori (19) kehrten am Samstag aus der Quarantäne auf den Trainingsplatz zurück.

Der Nachteil des noch zu kleinen Kaders ist der Vorteil für die jungen Wilden. Besonders Shinta Appelkamp (19) und Jamil Siebert (18) konnten sich in den Vordergrund spielen. „Nach einer ersten Viertelstunde mit ein paar Problemen hat Shinta danach ein richtig gutes Spiel gemacht, ein schlauer Spieler.“

Großes Lob für Jamil Siebert

Da in der Abwehr noch zwei neue Spieler fehlen, durfte sich Siebert zeigen. Und spielte gegen Arnheim über 90 Minuten neben Andre Hoffmann (27) durch. „Hut ab, Jamil hat in der Viererkette eine beeindruckende Leistung gebracht. Hoffi hat ihn auch gut geführt“, lobt Rösler.

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Düsseldorfs Abwehr-Talent Jamil Siebert hört Trainer Uwe Rösler im Training genau zu.

Trotz der positiven Ansätze fordert der Coach Verstärkungen: „Wir haben sieben Abwehrspieler verloren und momentan nur zwei Innenverteidiger und einen Linksverteidiger. Wir werden zeitnah noch Spieler präsentieren. Aber das Preis–Leistungsverhältnis muss stimmen!“

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