In der Länderspielpause schickt Fortuna Düsseldorf gleich vier Profis auf die Reise. Besonders einem Youngster hätte Trainer Alexander Ende allerdings eine Pause gegönnt.
„Hätte ihn gerne hier behalten“Ende wegen Fortuna-Nationalspieler im Zwiespalt

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Alexander Ende befürchtet eine hohe Belastung für seine Nationalspieler.

In der dreiwöchigen Länderspielpause haben die Profis der Fortuna endlich etwas Zeit zum Durchatmen. Trainer Alexander Ende (47) wird seiner Mannschaft nach den kräftezehrenden Spielen in letzter Zeit ein paar Tage freigeben.
Das gilt aber nicht für die Nationalspieler. Vor ihnen stehen vier weitere Spiele, die Coach Ende in ein Wechselbad der Gefühle stürzen. In erster Linie ist es für die Fortuna natürlich eine Auszeichnung, dass mit Filimon Gerezgiher (Eritrea), Miguel Goncalves (Luxemburg), Jordi Paulina (Curacao) und Anas Slimani (U20 Marokko) gleich vier Akteure für ihre Nationalmannschaften auflaufen.
Alexander Ende: „Wenn ich es mir aussuchen könnte...“
Zusammen mit Waldhof Mannheim stellen die Rot-Weißen damit die meisten Nationalspieler der 3. Liga. Auch für den Coach erstmal eine positive Nachricht: „Für sein Vaterland zu spielen, ist eine große Ehre. Deswegen freue ich mich als Allererstes für jeden, der berufen wird und dieses Privileg hat.“
Doch die Medaille hat zwei Seiten. Ende erklärte weiter: „Auf der anderen Seite kann man da aber auch ganz individuell drauf schauen. Einem Filimon tut es gut, auch den Spielrhythmus zu bekommen. Den Anas hätte ich gerne hierbehalten, weil es sehr viel für den Jungen war.“
Slimani gehörte trotz seines jungen Alters in den vergangenen Wochen zu den Profis, die viele Minuten gesammelt haben. In jedem Ligaspiel in dieser Saison stand er auf dem Platz – zudem auch bei der Pleite im DFB-Pokal gegen Freiburg. Sein Körper muss sich erst noch Stück für Stück an die Belastung im Profifußball gewöhnen.
Hätte Ende die Wahl gehabt, wäre seine Entscheidung klar gewesen: „Sorgen mache ich mir nicht. Mir wäre es aber lieber, wenn Anas zum jetzigen Zeitpunkt durchatmen könnte und nicht reisen müsste. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich es nicht machen. Aber das kann ich nicht und von daher hoffen wir, dass er da gut gesteuert wird.“
Die medizinischen Abteilungen der Fortuna und der jeweiligen Nationalteams sind in engem Austausch: „Es gibt Belastungsprotokolle von unseren Physios, die die Nationalteams zugeschickt bekommen. Wir haben da auch den Wunsch einer Belastungssteuerung mitgegeben. Die wissen Bescheid, dass sie in dem Hinblick ein bisschen aufpassen müssen.“
Slimani wird sich aber bei seinem ersten Auftritt im Trikot Marokkos wohl kaum bremsen. In der wichtigen Qualifikation für den Afrika-Cup treffen die Löwen vom Atlas auf Tunesien, Algerien, Ägypten und Libyen. Der Fortuna-Youngster will sich dabei weiter in den Vordergrund spielen.
Und auch die restlichen Nationalspieler haben ein strammes Programm vor der Brust. Bevor es in der 3. Liga weitergeht, werden sie alle in vier Partien auf dem Platz stehen. Für Ende heißt es in den kommenden Wochen deshalb: stolz sein und gleichzeitig genau hinschauen. Denn während seine Nationalspieler um die Ehre für ihr Land kämpfen, soll vor allem Slimani nicht über seine Grenzen gehen.
