Fortuna Düsseldorf Nach Arbeitssieg gegen Darmstadt – F95-Boss Allofs will Ex-Klub Schützenhilfe leisten

Fortuna Düsseldorfs Emmanuel Iyoha (l) und der Darmstädter Thomas Poppler Isherwood kämpfen in der 2.-Liga-Partie am 6. Mai 2022 um den Ball.

Fortuna Düsseldorfs Emmanuel Iyoha (l) und der Darmstädter Thomas Poppler Isherwood kämpfen in der 2.-Liga-Partie am 6. Mai 2022 um den Ball.

Starker Auftritt der Fortuna! Die Mannschaft von Coach Daniel Thioune bezwang Aufstiegs-Aspirant Darmstadt mit 2:1.

Was für ein Fortuna-Festtag! Die Düsseldorfer bestehen ihren Charaktertest eindrucksvoll und gewinnen gegen Zweitliga-Aufstiegsaspirant Darmstadt mit 2:1.

Stark: Fortuna bleibt auch um zwölften Spiel unter Coach Daniel Thioune (47) ungeschlagen.

Klaus Allofs: „Ich denke an Werder“

Fortuna hatte gestern ganz viele neue Fans. Schalker, Bremer und Hamburger hatten plötzlich ihr Herz für F95 entdeckt. Natürlich nur aus Eigennutz. Schließlich ist Darmstadt ein großer Aufstiegskonkurrent.

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F95-Boss Klaus Allofs, hier am 12. März 2022 bei Düsseldorfs Partie gegen den SC Paderborn, will seinem Ex-Klub Schützenhilfe leisten.

F95-Boss Klaus Allofs, hier am 12. März 2022 bei Düsseldorfs Partie gegen den SC Paderborn, will seinem Ex-Klub Schützenhilfe leisten.

„Materielles wurde uns aber nicht angeboten“, sagte Sportvorstand Klaus Allofs (65) mit einem Augenzwinkern vor der Partie bei Sky. Sein Wunsch-Aufsteiger dürfte aufgrund seiner langen Zeit in Bremen niemanden verwundern: „Ich denke an Werder, wenn wir durch Siege helfen können, wäre das natürlich schön.“

Doch Allofs machte auch klar, dass man vor allem auf sich schaue: „Wir haben selbst genügend Gründe, unsere Spiele gewinnen zu wollen. Wir möchten noch ein paar Plätze klettern und einen versöhnlichen Abschluss.“

Fortuna Düsseldorf dominiert die erste Hälfte

Und diese Zielsetzung kam bei den Spielern an! Sie dominierten den Tabellenzweiten aus Darmstadt in der ersten Hälfte.
Thioune hatte seine Elf im Gegensatz zum 3:1 in Heidenheim auf zwei Positionen geändert. Für Edgar Prib (32) rückte Ao Tanaka (23) neben Jakub Piotrowski (24) ins zentrale Mittelfeld. Zudem ersetzte Emmanuel Iyoha (24) den verletzten Rouwen Hennings (34) im Sturm. Auch Khaled Narey (27) musste erneut mit einer Rippenverletzung aussetzen.

Nicht mal 180 Sekunden waren gespielt, da explodierte die mit 31.622 Fans gefüllte Arena erstmals. Und das 1:0 war ein ganz besonderes Tor: Endlich erzielte Emmanuel Iyoha seinen ersten Treffer im F95-Trikot! Vorbereiter war einer der auffälligsten Düsseldorfer im ersten Durchgang: Felix Klaus (29).

Der Mann, der in dieser Saison vieles schuldig geblieben ist, legte dann auch beim 2:0 toll vor. Insgesamt war der zweite Treffer zum mit der Zunge schnalzen! Fortuna schaltete nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte blitzschnell um und kombinierte im Stile einer Spitzenmannschaft. Der ebenfalls überragende Shinta Appelkamp (21) bediente Klaus, der direkt auf Matthias Zimmermann (29) querlegte – 2:0 nach nur zehn Minuten.

Darmstadt war geschockt, kam nur selten zu gefährlichen Szenen im Düsseldorfer Strafraum. Die einzig echte Chance hatte Phillip Tietz (24) – begünstigt von einem Fehler des unsicher wirkenden F95-Torwarts Florian Kastenmeier (24).
Zuvor hätte Klaus aber schon auf 3:0 stellen können, doch der Pfosten stand einer noch höheren Halbzeitführung im Weg.

Fortuna Düsseldorf lässt nach Seitenwechsel nichts anbrennen

Nach dem Seitenwechsel kam dann das, was Fortuna schon so oft in dieser Spielzeit passiert ist: das große Zittern!
Thioune reagierte nach knapp einer Stunde Spielzeit auf Umstellungen im Darmstädter Spiel und wechselte von Vierer- auf Dreierkette. Das sorgte kurzfristig für ein wenig Verwirrung.

Luca Pfeiffer (25) spitzelte den Ball an Kastenmeier vorbei und ließ sich dann nach leichter Berührung geschickt fallen – Elfmeter. Tobias Kempe (32) verwandelte locker zum 1:2.

Schon sieben Mal hatten die Düsseldorfer in dieser Spielzeit eine Führung vergeigt, doch gestern brannte nichts mehr an. Daran änderte auch die selten dämliche Rote Karte für Daniel Ginczek (31) nichts. Der eingewechselte Stürmer ließ sich zu einem völlig unnötigen Nachtreten hinreißen.

„Unfassbar leidenschaftlich, wie wir das zu Ende verteidigt haben“, sagte ein aufgewühlter Thioune. „In Nuancen haben wir auch richtig geilen Fußball gespielt. Das war in den ersten 25 Minuten brutale Qualität. Daran werde ich die Jungs in der nächsten Saison messen!“
Fortuna kann nun am kommenden Wochenende im letzten Saisonspiel beim FC St. Pauli (Sonntag, 15.30 Uhr) für das perfekte Ende der Thioune-Serie sorgen.

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