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„Zu cool für diese Welt“Wagner attackiert Bayern-Profi nach Foul

Augsburg-Trainer Sandro Wagner am Samstag (30. August 2025) beim Spiel gegen den FC Bayern München.

Augsburg-Trainer Sandro Wagner am Samstag (30. August 2025) beim Spiel gegen den FC Bayern München.

Eine Szene überschattete den Auswärtssieg des FC Bayern München in Augsburg. Nach der Partie attackierte FCA-Trainer Sandro Wagner die Spieler und Verantwortlichen des Rekordmeisters.

Fast hätte es mit der großen Überraschung geklappt, doch der FC Augsburg musste sich am Samstagabend (30. August 2025) nach großem Kampf gegen den FC Bayern München mit 2:3 geschlagen geben.

Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Sandro Wagner (37) Moral gezeigt und sich nach einem 0:3-Rückstand noch einmal in die Partie gekämpft. Nach dem Spiel zeigte sich der FCA-Coach zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

Sandro Wagner bezeichnet Sacha Boey als „zu cool für die Welt“

Geärgert hatte ihn hingegen eine Szene kurz vor dem Abpfiff. Augsburgs Mittelfeldspieler Robin Fellhauer (27) war mit Bayerns Verteidiger Sacha Boey (24) zusammen gerasselt und blieb anschließend bewusstlos auf dem Rasen liegen.

Für Wagner war jedoch nicht der harte Zweikampf das Problem, sondern die Reaktion auf das Foul. Der Trainer sagte deutlich: „Ich unterstelle ihm natürlich keine Absicht. Das Einzige, was ich mir gewünscht hätte, wäre, dass er nicht ganz cool weggeht, zu cool für die Welt, sondern direkt Entschuldigung sagt und nicht erst, wenn er sieht, dass der junge Mann sich nicht mehr bewegen kann.“

Erst nachdem Bayern-Kapitän Joshua Kimmich (30) seinen Mitspieler dazu aufforderte, ging der Rechtsverteidiger sich nach dem Zustand von Fellhauer erkundigen. Deutlich zu spät, wenn es nach Sandro Wagner geht.

Der Coach monierte weiter: „Dann natürlich auch der ein oder andere auf der Bank der Bayern, dass die die Synapsen schneller anmachen und sich nicht beschweren, dass es kein Foul war. Das macht man einfach nicht. Ich habe auch viele Fouls in meiner Karriere gemacht, aber kurz hingehen und Entschuldigung sagen, das macht man einfach.“

Fellhauer wurde minutenlang auf dem Rasen behandelt, ehe er auf einer Trage vom Feld gebracht wurde. Rund eine halbe Stunde nach dem Abpfiff gab es eine erste Diagnose, laut Wagner habe sich der Mittelfeldspieler eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen. Wagner hatte zudem berichtet, dass Fellhauers Familie in der Kabine geweint habe.

Nach der Aktion schrieb der FC Bayern auf X (ehemals Twitter): „Alles Gute, Robin Fellhauer! Wir hoffen, es ist nichts Ernsteres passiert!“. Eine Reaktion, die sich Sandro Wagner bereits auf dem Rasen gewünscht hätte.

Bayern-Trainer Vincent Kompany betonte, dass sich Boey durchaus entschuldigt habe. „Vielleicht hat er am Anfang die Situation nicht ganz einschätzen können“, sagte der Belgier, der Fellhauer im Namen seines Klubs noch einmal alles Gute wünschte. Auch Münchens Torwart Manuel Neuer wünschte dem 27-Jährigen, dass er schnellstmöglich wieder auf die Beine komme.