18 Jahre lang kein Lebenszeichen Verschollener Vater von Bayern-Star wieder da: „Er leidet“

Lucas Hernandez trainiert mit seinen Kollegen vom FC Bayern München an der Säbener Straße.

Lucas Hernandez trainiert beim FC Bayern München mit den Kollegen. Das Foto entstand am 31. Oktober 2022.

18 Jahre lang war der Vater von Bayern-Star Lucas Hernandez verschollen. Jetzt hat eine französische Zeitschrift den Vater des französischen Nationalspielers gefunden. Doch es gibt noch einen Haken.

Die Geschichte klingt verrückt. Vor 18 Jahren hat Jean-Francois Hernandez seine Familie verlassen und den Kontakt komplett abgebrochen. Seine Söhne Lucas (26) und Theo Hernandez (25) starteten derweil eine Welt-Karriere als Fußball-Profi. Jetzt hat die französische Zeitschrift „France Football“ den verschollenen Vater aufgespürt. Trotzdem gibt es erst einmal kein Happy End.

Lucas Hernandez, mittlerweile beim FC Bayern München unter Vertrag, hatte seit 2004 keinen Kontakt mehr zum eigenen Vater. Der Innenverteidiger litt sehr darunter, dass der Vater die Familie plötzlich verlassen hatte, wie er schon in mehreren Interviews erwähnt hatte.

Lucas Hernandez: „Ich betrachte ihn nicht als meinen Vater“

„Als mein Bruder Theo und ich klein waren, hat mein Papa unsere Familie plötzlich verlassen. Wir wissen bis heute gar nichts von ihm. Und meine Mutter war für uns da, hat uns zu allen Trainings gefahren. Das war ein täglicher Kampf, für den ich ihr mein ganzes Leben lang dankbar sein werde“, sagte er im Mai 2021 der „Bild“.

Und auch ein Jahr später zeigte er sich unversöhnlich im Gespräch mit der Zeitung: „Ich habe es nie verstanden, und ich werde es nie verstehen, wie er über Nacht gehen konnte, dass er uns im Stich ließ. Ich weiß im Moment nicht, ob er lebt, ob er tot ist. Ich betrachte ihn nicht als meinen Vater, denn was er getan hat, ist irreparabel.“

Nun hat „France Football“ den leiblichen Vater des Bayern-Stars gefunden. Demnach wohnt der Mann mittlerweile in Bordeaux. Bis 2020 soll er sich in Thailand aufgehalten haben. 

In der Reportage kommt Papa Hernandez nicht zu Wort. Doch seine Tochter, seine Ex-Frau, seine Schwestern und sein Cousin sprachen mit der Zeitschrift. Sie erheben Vorwürfe gegen die Mutter von Lucas und Theo Hernandez. Sie berichten, dass die Mutter ihren Mann loswerden wollte und ihm den Kontakt zu den Söhnen verboten habe.

Jean-Francois Hernandez vermisse seine Söhne demnach sehr. „Er schaut sich die Partien alleine an, weil er von Anfang bis Ende fast weint. Es ist sehr schwer für ihn. Er vermisst seine Kinder schrecklich. Er leidet, aber vor allem will er in den Augen anderer nicht als Opportunist erscheinen. Das Geld von Theo und Lucas ist uns egal. Wir wollen sie nur wiedersehen – vor allem mein Papa“, sagt die Halbschwester von Lucas und Theo. (can)

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