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Aus politischer Motivation Spieler des FC Bayern München sorgt für Eklat

Amin Tabatabaei vom FC Bayern München bei einem Schach-Duell.

Amin Tabatabaei, Schach-Spieler vom FC Bayern München, hier am 26. November 2022, hat bei einem Turnier in Barcelona ein Duell mit seinem israelischen Gegenspieler verweigert.

Eklat beim Schach-Turnier in Barcelona! Ein Spieler des FC Bayern München hat ein geplantes Duell verweigert. Der Grund: die Herkunft seines Gegners.

Ein Spieler des FC Bayern München hat bei einem Turnier in Barcelona für einen Eklat gesorgt.

Moment mal – die Fußball-WM läuft aktuell in Katar, die Bundesligateams sind erst gerade wieder in die Vorbereitung für den zweiten Teil der Saison 2022/23 gestartet. Richtig. In diesem Fall handelt es sich auch nicht um Fußball, sondern um Schach. Doch die Hintergründe sind ernst.

Der iranische Schach-Profi Amin Tabatabaei (21), der seit Herbst bei Bayern München spielt, sollte in der katalanischen Metropole gegen den israelischen Spieler Netanel Levi antreten – und verweigerte die Teilnahme an dem Wettbewerb. 

FC Bayern München: Schach-Spieler verweigert Duell

Ob der 21 Jahre alte Denksportler die Entscheidung für diese Aktion selber getroffen – oder vom iranischen Mullah-Regime zu dem Boykott des Spiels gegen den jüdischen Sportler gezwungen wurde, ist unklar.

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Hintergrund: Von vielen arabisch und muslimisch geprägten Ländern wird das Existenzrecht Israels nicht anerkannt. Sie fordern von ihren Sportlern dasselbe. Immer wieder verweigern Sportler im Wettstreit mit Israel den Handschlag. Oft sogar den sportlichen Wettbewerb. Wie in dem aktuellen Fall.

Paul Meyer-Dunker, Präsident des Berliner Schachverbandes, verurteilte die Aktion via Twitter.

„Wird dieser Hass gegen unsere israelischen Kollegen und die Unterdrückung unserer iranischen Kollegen jemals irgendwelche Konsequenzen für den iranischen Schachverband haben?“, fragte er dort – und machte damit deutlich: So ein Vorfall ist nicht zum ersten Mal passiert, politische Eklats sind bei solchen Sport-Veranstaltungen demnach keine Seltenheit. 

2019 bekam Tabatabaei die prekäre politische Situation bereits am eigenen Leib zu spüren. Damals boykottierte er ein Duell gegen einen Israeli nicht – und wurde daraufhin sanktioniert. Vom iranischen Sportministerium wurde ihm die Teilnahme an der Schnell - und Blitzschach-Weltmeisterschaft untersagt. Das berichtet die Tageszeitung „Welt“

Zuletzt war Tabatabaei in Barcelona nicht für Bayern München, sondern für die iranische Nationalmannschaft am Start. Vielleicht auch deshalb hat sich der Verein bisher noch nicht zu dem Vorfall geäußert. Der Sieg des nicht ausgetragenen Duells ging jedenfalls an Israel. Ein schwacher Trost. (ra)

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