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„Ich weiß nicht, warum“Eklat um Bayern-Leihgabe

Trotz seines eigenen Treffers erlebte Bayern-Leihgabe Bryan Zaragoza einen bitteren Abend mit Espanyol Barcelona.

Die spanische La Liga ist mit einem gewaltigen Aufreger aus der Länderspielpause zurückgekehrt.

Am Freitagabend wurde Bryan Zaragoza (25), der aktuell vom FC Bayern an Espanyol Barcelona ausgeliehen ist, aufs Übelste beschimpft. Während der Partie gegen den FC Málaga (Ergebnis 1:1) brüllten Heimfans sekundenlang: „Bryan, stirb.“

Bryan Zaragoza traf und jubelte in seiner Heimatstadt

Der Grund für diese abscheulichen Rufe war ein Moment in der 13. Spielminute. Nach einem grandiosen Alleingang hatte der schnelle Außenspieler das 1:0 für sein Team geschossen. Seinen Erfolg bejubelte er ausgelassen mit geballten Fäusten, was die Anhänger von Málaga anscheinend als Affront werteten. Das berichtet „Bild“.

Zaragoza stammt gebürtig aus Málaga und hat dort noch Verwandte, die er oft besucht. Die Fans erwarteten wohl aufgrund seiner Herkunft eine dezentere Reaktion nach dem Tor, auch wenn er nie für ihren Verein aktiv war. Stattdessen gab es bei jeder Aktion gellende Pfiffe vom Publikum.

Aber die Situation eskalierte weiter. Nachdem Zaragoza nach einem Duell zu Boden ging, überschritten die verbalen Angriffe jede Grenze und die Rufe mit den Todesdrohungen wurden lauter. Dem FC Málaga steht deswegen jetzt eine saftige Strafe vom spanischen Ligaverband ins Haus, der entsprechende Vergehen konsequenz ahndet.

Nach dem Spiel sprach Zaragoza bei DAZN über die furchtbaren Ereignisse. Man merkte ihm seine Fassungslosigkeit an: „Ich hätte für Málaga spielen können, aber sie wollten mich nie. Da ich hier nie gespielt habe, weiß ich nicht, warum ich mein Tor nicht hätte feiern sollen.“ Zu den Rufen meinte er unmissverständlich: „Ich glaube, es war ein Fehler der Fans, das zu singen.“

Torjubel von Bryan Zaragoza in Málaga.

Copyright: IMAGO/Sports Press Photo

Bryan Zaragoza jubelte ausgelassen über sein Tor gegen den FC Málaga.

Trotz allem schlug der Leihspieler des FC Bayern später versöhnliche Töne an. „Der Jubel war keine Geste gegen die Málaga-Fans. Es war eine Geste der Freude nach meinem ersten Tor für Espanyol“, betonte er.

„Wenn die Geste die Málaga-Fans gestört hat, bitte ich um Verzeihung. Ich wollte nicht, dass sich jemand angegriffen fühlt. Málaga ist schließlich der Klub meiner Stadt.“ Die Fans der Gastgeber durften ganz spät im Spiel sogar noch jubeln, in der Nachspielzeit erzielte Málaga den Ausgleich zum 1:1.