Ein Name fehlt auf der Champions-League-Meldeliste des FC Bayern und sorgt für Wirbel. Doch es ist kein Rauswurf, sondern ein ausgefuchster Plan.
FC BayernVerwirrung bei Kompany-Kader: Nationalspieler nicht auf A-Liste

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Ein Bayern-Star steht nicht auf der A-Liste der Champions League.
Wer die offizielle Mannschaftsliste des FC Bayern München für die Königsklasse studiert, reibt sich verwundert die Augen. Youngster Lennart Karl fehlt im 24-köpfigen A-Kader!
Nachdem die Meldefrist abgelaufen war, machte die Uefa die Aufstellungen publik, was sofort für Gerede sorgte. Die Anhänger des FC Bayern dürfen aber durchatmen. Karls Abwesenheit heißt keineswegs, dass für ihn in der Champions League nur die Tribüne bleibt.
Darum mussten die Bayern bei Lennart Karl tricksen
Im Gegenteil: Der deutsche Rekordmeister wendet clever einen Paragrafen an. So kann der junge Kicker über die B-Liste nominiert und eingesetzt werden. Das berichtet „SPOX“.
Hintergrund dieser Maßnahme sind die rigiden Bestimmungen der Uefa bezüglich des A-Kaders. Jedes Team ist verpflichtet, acht Akteure zu benennen, die als „lokal ausgebildet“ gelten. Davon müssen vier sogar aus der eigenen Jugendabteilung kommen.
Als „lokal ausgebildet“ wird ein Profi eingestuft, der im Alter von 15 bis 21 Jahren für drei Spielzeiten bei seinem Verein oder einem anderen Klub des gleichen Nationalverbands aktiv war.
Josip Stanisic, Aleksandar Pavlovic und Jamal Musiala sind beim FC Bayern allerdings die einzigen drei Profis, die diese Anforderung als im Klub ausgebildete Talente erfüllen. Da somit eine der vier vorgeschriebenen Positionen frei bleibt, verringert sich die erlaubte Kadergröße von 25 auf nur noch 24 Spieler. Ein kostbarer Kaderplatz verfällt dadurch.
Im Gegensatz dazu passt Lennart Karl perfekt auf die B-Liste. Dort ist eine unbegrenzte Anzahl an Spielern erlaubt, die ab dem 1. Januar 2005 geboren sind und seit ihrem 15. Geburtstag wenigstens zwei Jahre für den Klub spielen.
Das Verrückte daran: Die Nachwuchshoffnungen Bastian Assomo sowie der erst für Anfang 2025 verpflichtete Maycon Cardozo passen nicht in dieses Schema und brauchen daher einen Platz im A-Kader.
Speziell bei Cardozo ist dies erstaunlich, denn er wird nach einem Eingriff an der Schulter drei bis vier Monate fehlen. Er dürfte somit in der Liga-Phase überhaupt nicht spielen können. Sacha Boey, der trotz seines Status als Verkaufskandidat keinen neuen Klub gefunden hat, bekam ebenfalls einen Platz im A-Aufgebot.
Ein kleines Schlupfloch gibt es für die Klubs allerdings noch. Im Anschluss an die acht Partien der Liga-Phase haben alle Vereine bis zum Start des Februars Zeit, bis zu drei Akteure für den A-Kader nachzunominieren. (red)

