Express · Community

Kommentare · 0

Zum Inhalt springen

Bitterer MRT-BefundBayern-Schock: Aus „nichts Schlimmes“ wird wochenlange Pause

Nach erster Beruhigung folgt die bittere Wahrheit: Münchens Offensiv-Star Luis Díaz droht eine lange Zwangspause!

Die Aufnahmen aus der Röhre bringen traurige Gewissheit. Im linken Oberschenkel von Luis Díaz (29) wurde ein kleiner Riss eines Muskelbündels festgestellt. Ans Licht kam diese Blessur während eines MRT-Termins am Donnerstagmorgen.

Keine 24 Stunden nach dem 2:2-Remis in der Königsklasse gegen Arsenal verkündete Deutschlands Rekordmeister diese bittere Nachricht. Ein herber Rückschlag für die Münchner, da es den Südamerikaner deutlich schlimmer erwischt hat als anfangs vermutet.

Erst Joker, dann Drama im Mittelkreis

Jetzt droht eine ausgedehnte Auszeit. Wie „Bild“ berichtet, muss die Mannschaft von Coach Vincent Kompany (40) für mindestens vier Wochen auf ihren Ausnahmekönner verzichten.

Sein Auftritt gegen den amtierenden Champion aus England fiel am Mittwochabend ohnehin recht knapp aus. Lediglich 22 Minuten wirbelte Díaz auf dem Feld. Um den schnellen Außenstürmer zu schonen, ließ Kompany ihn anfangs noch draußen. Erst nach 68 Minuten erfolgte schließlich seine Einwechslung. Als jedoch die 90. Spielminute lief, sank der Offensivmann nahe der Mittellinie plötzlich auf das Grün. Unmittelbar darauf musste er das Spielfeld vorzeitig räumen.

Unmittelbar nach Spielende herrschte beim FCB noch große Gelassenheit. Im Innenbereich des Münchner Stadions beschwichtigte Sportchef Max Eberl (53) zunächst: „Er hatte davor schon muskulär ein bisschen ein Thema, jetzt hat er es wieder leicht gespürt. Wir gehen davon aus, dass es nichts Dramatisches ist.“ Selbst der Diaz selbst zeigte sich beim Gang aus der Arena völlig entspannt. Am „Sky“-Mikrofon erklärte der Auswahlspieler Kolumbiens: „Es ist nichts Schlimmes.“ Doch am darauffolgenden Tag offenbarte die Untersuchung ein komplett gegenteiliges Bild.

Definitiv zuschauen muss Díaz beim Auswärtstrip nach Freiburg an diesem Sonntag (17.30 Uhr/DAZN). Ebenso wenig kann er im DFB-Pokal-Zweitrundenspiel gegen Magdeburg (28.10.) mitwirken. Im Anschluss daran verpasst er das Bundesliga-Topspiel gegen Dortmund (31.10.), den Champions-League-Auftritt bei Atlético Madrid (3.11.) sowie die Auswärtspartie in Mainz (7.11.).

Darüber hinaus fällt für ihn die Länderspielreise im November flach, sodass seine Heimat-Auswahl ohne ihn planen muss. Selbst für die darauffolgenden Wochen wird die Zeit extrem eng: Ein Mitwirken gegen den 1. FC Köln (20.11.), beim Auswärtsspiel der Königsklasse in Lille (25.11.) oder im Ligabetrieb beim Hamburger SV (28.11.) steht auf der Kippe. Laut „Bild“ könnte sich die Verletzungspause abhängig vom Genesungsprozess letztlich sogar auf sechs Wochen ausdehnen.

Besonders schmerzhaft ist dieser Ausfall wegen seiner aktuellen Verfassung. Zuletzt präsentierte sich der Flügelstürmer nämlich in bestechender Verfassung. Noch am vergangenen Samstag schnürte er beim 6:1-Kantersieg über Leipzig einen famosen Dreierpack und sprühte vor Spielfreude. Nun müssen die Münchner vorerst ohne ihren Leistungsträger klarkommen. (red)