Marktwerte der Europa League Finale ohne Top-Stars: Frankfurts Titel-Helden abgehängt, BVB peinlich

Eintracht Frankfurt jubelt über den Sieg im Finale der Europa League gegen die Glasgow Rangers.

In der Europa League im Finale, bei den Markwerten weit unten: Eintracht Frankfurt jubelte am 18. Mai 2022 über den Endspiel-Erfolg gegen die Glasgow Rangers.

Nach dem spektakulären Titelgewinn der Frankfurter wirft EXPRESS.de einen Blick auf die Top-Marktwerte in der Europa League. Dabei überraschen nicht nur die beiden Finalisten, sondern auch der BVB...

Die europäische Traumreise von Eintracht Frankfurt hat am Mittwochabend (18. Mai 2022) mit dem Gewinn des Europa-League-Pokals in Sevilla ihren verdienten Höhepunkt gefunden. In einem dramatischen Finale wurden die Glasgow Rangers im Elfmeterschießen besiegt.

Die beiden Teams lieferten sich ein packendes Traditionsduell, nachdem sie zuvor zahlreiche Top-Vereine wie den FC Barcelona, Borussia Dortmund, RB Leipzig und West Ham United aus dem Wettbewerb befördert hatten. Noch kurioser wird dieser Erfolg bei einem Blick auf die Marktwert-Tabelle der Europa League, denn: Von den Top-Stars fehlte im Finale jede Spur!

Finale der Underdogs: Frankfurt und Rangers bei den Markwerten weit unten

Evan Ndicka (22). So lautet der Name des wertvollsten Frankfurter Pokalhelden laut „Transfermarkt“. Sein Marktwert? 28 Millionen Euro. In der Tabelle der wertvollsten Spieler des gesamten Wettbewerbs muss bis Platz 60 heruntergescrollt werden, um mit Ndicka den ersten Turniersieger zu finden. Und Finalist Glasgow? Da steht der erste Eintrag gerade einmal auf Platz 140, Amad Diallo (19), Leih-Profi von Manchester United, wird mit 18 Millionen Euro aufgeführt – saß im Finale im Übrigen die komplette Partie auf der Bank.

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Auf Ndicka folgen Daichi Kamada (25) mit 22 Millionen und Filip Kostic (29) mit 20 Millionen Euro Marktwert beim Bundesligisten. Als wertvollste Startelf-Spieler bei den Rangers standen im Finale Ryan Kent (25) mit 14 Millionen und Joe Aribo (25) mit zehn Millionen zu Buche. Torschützenkönig James Tavernier (30) mit sieben Turnier-Treffern wird gerade einmal auf sieben Millionen Euro beziffert.

Das gesamte Team der Frankfurter Eintracht weist einen Kaderwert von nicht einmal 200 Millionen Euro auf (199,05), die Glasgow Rangers stehen mit 132,3 Millionen noch deutlich schlechter da. Damit befinden sich die beiden Klubs ziemlich genau im Mittelfeld aller Europa-League-Teilnehmer. Zum Vergleich: Der FC Barcelona hat mit 679 Millionen einen höheren Wert als beide Finalisten zusammen – mal zwei.

Und dennoch blamierten sich die Katalanen um Superstar Pedri (19, 80 Millionen Marktwert) gegen kämpfende Hessen im Viertelfinale. Besonders bemerkenswert: Jeder einzelne Verein, den Frankfurt nach der Gruppenphase besiegt hat, hatte einen (teilweise deutlich) höheren Kaderwert vorzuweisen. Beim schottischen Tabellenzweiten waren lediglich Roter Stern Belgrad und SC Braga noch niedriger eingestuft.

Kurios: Erling Haaland mehr Wert als gesamter Europa-League-Finalist

Was den Erfolg für die beiden Endspiel-Kontrahenten umso beeindruckender erscheinen lässt, macht den Misserfolg von Borussia Dortmund nur noch peinlicher. Denn der BVB stellt mit Erling Haaland (21, 150 Millionen) und Jude Bellingham (18, 75 Millionen) gleich zwei aus den Top Drei der wertvollsten Spieler der Europa League. Der Bundesliga-Vizemeister flog in den K.o.-Runden-Playoffs gegen jene Glasgow Rangers raus, die als komplette Mannschaft nicht einmal den Marktwert erreichen, den Superstar Erling Haaland alleine besitzt.

Dass diese Markwerte letztendlich nicht mehr als Zahlen sind, haben die beiden Finalisten mit ihrer europäischen Erfolgsgeschichte eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im Fußball geht es eben doch noch um Fußball, Leidenschaft und Emotionen! Darum sind Eintracht Frankfurt und die Glasgow Rangers ein Vorbild für alle Vereine, die eben nicht das Budget von Manchester City oder Paris Saint-Germain vorzuweisen haben. (gr)

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