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Er fuhr den kleinen Gio (4) totUnfall mit 200 km/h: Fußball-Profi muss ins Gefängnis

Rai Vloet bei der Anhörung zum tödlichen Unfall vor Gericht.

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Rai Vloet am 20. März 2023 bei der Anhörung zum tödlichen Unfall vor Gericht.

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Rai Vloet muss für den tragischen Unfall am 14. November 2021 ins Gefängnis. Der Fußball-Profi krachte mit rund 200 km/h in das Auto einer Familie, der kleine Gio starb. Jetzt fiel in den Niederlanden das Urteil.

Ein tragischer Unfall am 14. November 2021 riss den kleinen Gio (4) aus dem Leben, jetzt ist in den Niederlanden das Urteil gegen den verantwortlichen Fußball-Profi Rai Vloet (27) gefallen. Dem aktuell in Russland tätigen Stürmer wurde in Haarlem der Prozess gemacht.

Vloet wurde vor Gericht für schuldig befunden, unter Alkoholeinfluss und mit einer Geschwindigkeit von rund 200 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn A4 bei Hoofddorp rücksichtslos in das Auto einer Familie gerast zu sein. 

Fußball-Profi Rai Vloet bei Urteilsverkündung nicht vor Ort

Die weiteren Insassen, Eltern und Schwester des Todesopfers, überlebten den Crash. Das Urteil für Vloet: Zweieinhalb Jahre Gefängnis und vier Jahre Fahrverbot. „Ich fühle Schmerz und Bedauern. Diese Schuld werde ich mein Leben lang mit mir herumtragen“, hatte der Angeklagte im Laufe der Verhandlung gesagt. Am Tag der Urteilsverkündung war er nicht im Gerichtssaal anwesend.

Dort hatte ihn im Laufe der Verhandlung die Mutter des kleinen Gio aufgelöst konfrontiert. „Unser Leben ist zerstört und Sie machen weiter, als wäre nichts gewesen, spielen in Kasachstan und Russland Fußball“, zitierte der TV-Sender NOS. Aktuell steht Vloet bei Ural Jekaterinburg unter Vertrag.

Das Urteil kritisierte der Anwalt der Familie als zu milde: „Der Richter spricht von aufrichtiger Reue. Die Angehörigen haben diese Aufrichtigkeit nicht erfahren. Vloet hat ihnen bei der Anhörung nicht einmal in die Augen geschaut.“Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Der Fußball-Profi hatte vor Gericht ausgesagt, dass er gerade den Tempomaten an seinem Wagen auf die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h habe einstellen wollen, wodurch er im Moment des Aufpralls abgelenkt war.

Rai Vloet bekannte sich erst später als Fahrer

Gutachten hatten festgestellt, dass er beim Zusammenstoß das Gaspedal komplett durchgedrückt hatte. Ein Bremsversuch konnte entsprechend nicht festgestellt werden. „Ich habe es nicht gesehen, ich kann mich nur an den Schlag erinnern. An viele Dinge kann ich mich nicht erinnern“, versicherte der Sportler.

Im ersten Moment hatte ein Freund des Fußballers, der als Beifahrer mit im Auto gesessen hatte, die Schuld auf sich genommen. Erst später gab Vloet, der zuvor mehrere Gläser Alkohol bei einer Party in Amsterdam getrunken hatte, zu, am Steuer gesessen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte dreieinhalb Jahre Haft gefordert, das Gericht blieb mit seinem Urteil darunter. Weil noch die Möglichkeit zur Berufung besteht, muss Vloet seine Strafe nicht sofort antreten.

Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte er bei Heracles Almelo in der holländischen Eredivisie gespielt, war dort aber später suspendiert worden. Beim FC Astana blieb er anschließend ein halbes Jahr, seit September läuft er in Russland für Jekaterinburg auf. (bc)

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