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Dahlmann-Rauswurf nach „Sushi“-Spruch Elton: „Weiß nicht, was ihr für Probleme habt“

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Elton (l.) am 25. August 2019 beim Benefizspiel „Kicken mit Herz“ in Hamburg. Neben ihm steht Thomas Mir, stellvertretender Klinikdirektor Universitäres Herz- und Gefäßzentrum UKE Hamburg und Initiator von "Kicken mit Herz".

Köln – Sky-Kommentator Jörg Dahlmann wurde nach seinem „Sushi“-Spruch vom Pay-TV-Sender mit sofortiger Wirkung rausgeschmissen. Der 62-Jährige wehrt sich dagegen und bekommt nun Unterstützung von einem bekannten TV-Moderator.

  • Jörg Dahlmann bei Sky wegen „Sushi“-Spruch rausgeschmissen
  • TV-Kollege Elton springt Jörg Dahlmann zur Seite
  • Elton: „Ich finde es sehr, sehr fragwürdig“

Dahlmann hatte beim Zweitliga-Spiel zwischen Erzgebirge Aue und Hannover 96 (1:1) am 6. März nach einer vergebenen Torchance durch Hannover-Rechtsverteidiger Sei Muroya (26) flapsig bemerkt: „Es wäre sein erster Treffer für 96 gewesen. Den letzten hat er im Land der Sushis geschossen.“ Statt einfach auf Muroyas Vergangenheit beim FC Tokio in Japan einzugehen, entschied sich Jörg Dahlmann für die Sushi-Anspielung.

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Das sorgte bei einigen Fans für Empörung. Bei Twitter kritisierte ein User: „Der Rassismus von Jörg Dahlmann ist unerträglich“, auch weitere Zuschauer regten sich über Dahlmanns Äußerungen auf.

Der Kommentator bezog im Anschluss zu seinem Spruch und dem Sky-Rauswurf Stellung: „Ich fühle mich nun durch die sofortige Trennung in eine rassistische Ecke gedrängt. Ich wehre mich aber mit Händen und Füßen gegen diese absurden Vorwürfe. Ich hasse Rassismus!“

Elton springt Jörg Dahlmann nach Sky-Rauswurf zur Seite

Am Samstag (13. März) sprang ihm dann ein TV-Kollege zur Seite. Moderator und St.-Pauli-Fan Elton (49) veröffentlichte auf Instagram ein 2:29 Minuten langes Video zu dem Thema.

Der ehemalige Praktikant von Stefan Raab (54) konnte die Aufregung um Dahlmanns Spruch nicht verstehen: „Der Rauswurf von Jörg Dahlmann bei Sky hat mich dann doch etwas beschäftigt. Ich finde es sehr, sehr fragwürdig, warum er wegen des Ausdrucks ‚Japan, Land des Sushi‘ bei Sky rausgeschmissen wird.“

Er finde den Rauswurf von Dahlmann eine Frechheit. In seiner Story postet Elton daraufhin auch einen Screenshot von einem Sky-Artikel, in dem der Sender 2010 den damaligen Dortmunder Shinji Kagawa (31) als „Sushi-Bomber“ bezeichnet. „Doppelte Moral bei Sky?“, schrieb er dazu. Auch diverse andere Medien hätten diesen Begriff damals benutzt.

Elton: „Was darf man denn noch nicht mehr sagen?“

In seinem Video erklärte Elton weiter: „Was darf man denn noch nicht mehr sagen? Frankreich, das Land der Baguettes und Croissants? Italien, das Land der Pizza und Spaghetti? Ich weiß nicht, was ihr da draußen für Probleme habt. Ich weiß nicht, ob der Corona-Virus auch aufs Hirn schlägt, nicht nur auf die Lunge. Ich kann es nicht nachvollziehen.“

Auch die Demonstrationen in Dresden, „wo Menschen ein Impfzentrum eventuell stürmen wollen oder zu Tausenden demonstrieren, ohne Maske“, verstehe er nicht. Danach bekommt auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein (51) sein Fett weg, der „sich einfach mal so über eine halbe Million Euro in die Tasche steckt und nicht rausgeschmissen wird.“

Jörg Dahlmann Sky-Aus zum Saisonende war schon länger beschlossen

Abschließend appelliert der Moderator noch an seine Follower: „Es gibt so und so. Und es gibt auch eine sehr, sehr gute Mitte. Lasst uns doch bei einer Mitte bleiben. Das war jetzt mein Wort zum Sonntag.“

Dahlmanns Sky-Aus war schon mehrere Wochen beschlossene Sache, allerdings sollte der Kommentator nur noch seinen Vertrag bis zum Sommer erfüllen und dann aufhören. Sein „Sushi“-Spruch hat die Zusammenarbeit jetzt schon viel früher beendet. (tsc)

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