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Wirre Thesen und krude Idee Jens Lehmann sorgt im „Doppelpass“ für Entsetzen

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Jens Lehmann sorgte im Doppelpass für eine Kontroverse.

München – Wie geht’s weiter mit dem Profifußball? Diese Frage stand am Sonntag im Mittelpunkt beim Sport1-Doppelpass. Moderator Thomas Helmer (54) fragte in die Runde: „Soll der Fußball eine Extrawurst bekommen? Dürfen die Profiligen den Spielbetrieb trotz Corona-Beschränkungen aufnehmen?“

Gast Jens Lehmann (50) hatte dazu eine klare Meinung – und die sorgte bei den Zuschauern für heftige Reaktionen. „Ich glaube“, setzte der ehemalige Nationalspieler an, „dass wir von Politikern, als auch von Virologen nicht genau Bescheid bekommen, wie es sich um das Virus verhält. Dass man mit Zahlen konfrontiert wird, die noch vor vier Wochen - so wie wir sie jetzt haben - optimal gewesen wären, um eine Lockerung zu erzielen. Und jetzt auf einmal aus irgendwelchen Gründen sind sie doch nicht gut genug. Angela Merkel hat gesagt, wenn sich innerhalb von zehn Tagen keine Verdopplung einstellt, dann sind die Zahlen so gut, dass wir lockern können. Jetzt sind wir bei 20 Tagen.“

Jens Lehmann: Nimmt er Bezug auf die Schätzungen des RKI?

Möglicherweise spielte er damit auf das Epidemiologische Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 15. April 2020 an. Dort wird anhand von Mitte April vorliegender Daten rückwirkend geschätzt, dass die Reproduktionszahl R bereits zum Zeitpunkt der Lockdown-Verkündung am 23. März unterhalb von 1 gelegen haben könnte. Ebenfalls am 15. April 2020 hatte Angela Merkel die Maßnahme Lockdown verteidigt, indem sie darauf hinwies, dass die Reproduktionszahl auf <1 gesunken sei. Den RKI-Schätzungen zufolge liegt sie bereits seit dem ca. 20. März bei <1.

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Doppelpass: Jens Lehmann für halbvolle Stadien

So unkonkret, wie Lehmann seinen Wortbeitrag begann, klang es jedoch nicht nach einer Auseinandersetzung mit dem Thema, sondern eher nach einer Verschwörungstheorie gegen Politik und Medien. Hinsichtlich der Einschränkungen wunderte sich Lehmann, dass alle die Lage hinnehmen würden und keiner Protest erhebe. „Das ist ein extremer Eingriff in unsere Freiheitsrechte und es wundert mich, dass sich keiner auflehnt. Auf den Fußball und auf andere Wirtschaftszweige bezogen glaube ich, dass man vielleicht den Fehler macht, zu lange zu sagen: 'Wir halten es geschlossen'. Weil dadurch geht extrem viel kaputt - jeder Tag kostet uns Milliarden.“

Jens Lehmann: Wieso denn nicht 20.000 in die Allianz-Arena?

Zudem fragte Lehmann „warum man denn in ein Stadion wie die Allianz Arena, wo 70.000 Zuschauer reinkommen, warum man da nicht 20.000 reinstecken kann. Die kommen sich im Abstand von zehn Metern doch nicht in die Quere“. Die Frage, wie es logistisch möglich ist, 20.000 Menschen zur Arena zu befördern, ohne gegen das Kontaktverbot zu verstoßen, beantwortete er nicht.

Im Netz sammelten sich die ersten Reaktionen zu Jens Lehmann.

Die ehemalige Schalke-Legende Olaf Thon (53), neben Lehmann sitzend,  fiel  dem ehemaligem Schlussmann  fassungslos ins Wort: „Das kannst du doch gar nicht organisieren. Wie willst du die denn auseinanderhalten?“ 

Eine Frage, die Lehmann nicht beantwortete, sondern direkt zum Gegenangriff blies: „Das kann ich im Baumarkt auch nicht organisieren.“

Während Moderator Helmer überleitete und einen Beitrag anmoderierte, ging mit dem ehemaligen Sky-Reporter Rolf Fuhrmann der erste bekannte Sportjournalist auf Position.

Zuschauer wurden immer deutlicher.

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Schließlich schloss sich auch Sky-Kommentator Frank Buschmann der Zuschauermeinung an und schrieb, was viele dachten.

Mit diesen Aussagen dürfte Lehmann eine erneute Einladung in den „Doppelpass“ in weite Ferne verschwinden sehen.

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