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Die Fußballwelt weint„Unermessliche Trauer“ um Jesús de Miguel

Jesús de Miguel, Stürmer des spanischen Fußball-Zweitligisten CD Teneriffa, verstirbt im Krankenhaus nach einer schweren Kollision auf dem Platz.

Die zutiefst schockierten Mitspieler nahmen gemeinsam am Krankenhaus Abschied, vor dem Stadion von CD Teneriffa stellten Fans Kerzen auf und legten Blumensträuße nieder. Spanien weint um Jesús de Miguel - der tragische Tod des Aufstiegshelden hat die Kanaren-Insel und den gesamten Fußball im Lande am Dienstag in „unermessliche Trauer“ gestürzt.

„Mit tiefem Schmerz, einem Kloß im Hals und unfähig zu glauben, dass dies wahr ist“, verkündete der Zweitligist am Morgen jene traurige Nachricht, die so viele gefürchtet hatten: Der Stürmer aus Madrid ist im Alter von nur 30 Jahren an den Folgen eines schweren Zusammenpralls während des Ligaspiels gegen den FC Andorra verstorben.

Herzstillstand auf dem Weg ins Krankenhaus

De Miguel, der seine Partnerin María und die gemeinsame, 16 Monate alte Tochter Carla hinterlässt, erlag demnach um 8.00 Uhr seinen Verletzungen.

„Es gibt keine tröstenden Worte“, nichts könne diese Trauer lindern, schrieb der Klub in seiner Mitteilung: „Wir stehen an der Seite seiner trauernden Familie, seiner Angehörigen, von ganz Teneriffa, das heute diesen grausamen Verlust betrauert.“

Die Tragödie hatte sich am Montagabend in der siebten Minute der Nachspielzeit beim Stand von 2:2 ereignet. Bei einem Konter sprintete de Miguel einem langen Ball hinterher, als auch Andorras Torhüter Jesus Owono Richtung Mittellinie stürmte.

Dort kam es zur fatalen Kollision: Owono traf den Angreifer schwer am Kopf, de Miguel blieb regungslos liegen. Der Keeper sah die Rote Karte, Schiedsrichter Manuel Perez brach die Partie angesichts der dramatischen Szenen und unter Tränen sämtlicher Spieler umgehend ab.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge erlitt de Miguel auf dem Weg ins Krankenhaus einen Herzstillstand. Er wurde wiederbelebt, es gab trügerische Hoffnung: Am Abend sprach der Klub noch von einem „stabilen Zustand trotz der Schwere der Verletzungen“, der Stürmer lag bewusstlos auf der Intensivstation.

In der Nacht verschlechterte sich sein neurologischer Zustand dramatisch, am Morgen folgte die Todesnachricht. Teneriffa bat „um größtmögliche Achtung“ der Privatsphäre der Familie „in dieser schweren Zeit“.

UEFA kündigt Schweigeminute an

Die Anteilnahme ist enorm. Der spanische Verband RFEF sagte die nationalen Pokalspiele am Abend ab, die Europäische Fußball-Union (UEFA) kündigte eine Schweigeminute bei allen Europapokalspielen in dieser Woche an, spanische Klubs wie Real Madrid hielten schon am Vormittag beim Training inne.

„So viel Trauer. Mir fehlen die Worte“, schrieb Superstar Kylian Mbappé bei Instagram. „Ich bin mit dem Herzen bei euch“, kommentierte die Tennis-Ikone Rafael Nadal.

Der FC Andorra und sein prominenter Vereinspräsident Gerard Piqué zeigten sich ebenfalls tief betroffen. „Mit gebrochenem Herzen und völlig niedergeschmettert möchten wir der Familie, all seinen Kollegen, Freunden und CD Teneriffa unser aufrichtiges Beileid aussprechen“, schrieb der Klub. Zahlreiche andere Klubs aus dem In- und Ausland schlossen sich den Beileidsbekundungen an.

De Miguel stammte aus Madrid und wurde in der Jugend von CD Leganés ausgebildet. 2025 wechselte er nach Teneriffa, wurde dort zu einem der Leistungsträger und führte den Traditionsklub im Sommer mit elf Treffern zum Aufstieg in die Segunda División. Zudem war er Mitglied im Verwaltungsrat der Gewerkschaft spanischer Fußballspieler. (sid)