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Willkommen im Alltag DFB-Stars per Zug zum Länderspiel – ICE hatte prompt Verspätung

Zug statt Flug: Die Anreise der Fußball-Nationalmannschaft zum Länderspiel nach Leipzig fand per ICE statt. Die meisten Stars kennen das nicht vom DFB.

Im September 2020 hatte der DFB nicht nur von Umweltschützern herbe Kritik einstecken müssen, als die Nationalmannschaft vom Spielort Stuttgart nach Basel (knapp 250 Kilometer) einen Charter-Flieger eingesetzt hatte.

Diese Fehler werden inzwischen bei der Reiseplanung nicht mehr gemacht. Im vergangenen Jahr war das Team dann von Stuttgart nach St. Gallen mit dem Teambus zum ersten Länderspiel unter Hansi Flick (57) als Bundestrainer gegen Liechtenstein gefahren.

Nationalmannschaft fuhr per ICE von Frankfurt nach Leipzig

Am Freitag steht das Nations-League-Duell gegen Ungarn in Leipzig (20.45 Uhr, ZDF) an. Für den Ortswechsel von Frankfurt – wo in dieser Woche trainiert wurde – nach Sachsen wählten die DFB-Verantwortlichen nun am Donnerstag (22. September 2022) den Zug. Mit einer Fahrzeit von 2:50 Stunden ist die 300-Kilometer-Strecke durchaus entspannt zu bewältigen.

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Aber die Millionen-Kicker erlebten gleich mal, was es bedeutet, mit der Deutschen Bahn, statt mit dem Privatjet oder dem eigenen Shuttle zu reisen. Der aus München kommende ICE 596 hatte die typische Verspätung aufgrund eines vorausfahrenden Zuges. Aufgrund dessen wurde spontan das Gleis gewechselt.

Und so mussten die DFB-Kicker hastig von Gleis 8 zu 9 wandern. Mit elfminütiger Verspätung ging es dann – gut ausgestattet mit Snacks und Kaffee – los Richtung Spielort. Die offiziellen Teambusse waren schon vorgefahren. In Frankfurt wurden stattdessen welche der Günstig-Firma „BlablaCar“ gebucht.  

Nationalspieler und Teile des Funktionsteams steigen in den ICE ein.

Ungewohntes Bild: Die Nationalspieler am 22. September 2022 beim Einstieg in den Zug statt in den Flieger auf dem Weg zum Spiel.

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Dass gleich mehrere Journalisten im Vorfeld immer wieder Fragen zu dem Thema stellten, verwunderte Flick aber schon. „Das ist doch etwas völlig Normales und nichts Besonderes, um am einfachsten von A nach B zu kommen. Ich bin auch schon öfter in den vergangenen Monaten mit dem Zug gefahren. Man kann auch mit dem Flieger Pech mit Verspätungen haben“, sagte er und sorgte mit einem Versprecher doch noch für Lacher: „Wir freuen uns auf die Flug-, äh, Zugreise“.

Die Nationalspieler Matthias Ginter (l-r), Thomas Müller und Robin Gosens kommen zum Gleis.

Matthias Ginter, Thomas Müller und Robin Gosens auf dem Weg zum richtigen Gleis am Frankfurter Bahnhof.

DFB in Leipzig: Im Teamhotel ist das Sterne-Restaurant extra reserviert

„Ich fahre gerne Zug, das ist völlig okay. Man kann schön zusammensitzen und was tun, was sonst liegen bleibt“, hatte auch Jonas Hofmann (30) bereits gesagt. Sein Kollege Thilo Kehrer (26) überlegte noch, ob er sich vielleicht eine Serie anschaut. „Vielleicht hat einer aber auch ein paar Karten dabei“, sagte der Verteidiger.

Nach der Zugfahrt – immerhin in der ersten Klasse – erwartete die Kicker in Leipzig dann wieder der gewohnte Luxus. Im Teamhotel „The Westin“ wurden mehrere Etagen exklusiv reserviert. Auch das Sterne-Restaurant „Falco“ steht dem Tross bis Sonntag zur Verfügung. Erst am Nachmittag geht es dann mit dem Charter-Flieger nach London zum letzten Spiel der Nations League.

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