Ewald Lienen lobte nach dem 2:0 gegen Serbien mehrere DFB-Akteure. Dann nahm er einen ins Visier, der Said El Mala aus seiner Sicht das Debüt erschwerte.
„Was soll das?“Lienen wundert sich: DFB-Star spielte El Mala kaum an

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Bundestrainer Jürgen Klopp herzt Said El Mala nach dem Sieg gegen Serbien.

Ewald Lienen hat nach dem 2:0-Erfolg der Nationalmannschaft gegen Serbien nicht mit Lob gespart. In seinem Podcast „Der Sechzehner“ hob der ehemalige FC-Trainer etwa den früheren Kölner Torhüter Jonas Urbig hervor, der als mitspielender „Libero“ überzeugt habe.
Auch dessen Bayern-Kollege Tom Bischof gefalle ihm immer besser. Florian Wirtz sei „in diesen engen Räumen richtig gut“, Derry Scherhant habe ihm ebenfalls gefallen.
Ewald Lienen: „El Mala ist im Grunde gar nicht ins Spiel reingekommen“
Doch dann kritisierte Lienen einen DFB-Verteidiger in aller Deutlichkeit: Maximilian Mittelstädt. Vor allem nach der Einwechslung von Said El Mala habe er den Eindruck gehabt, dass der Linksverteidiger den Kölner kaum noch angespielt habe.
„Und ich habe mich gefragt: Was soll das?“, sagte Lienen. Am Anfang habe der VfB-Profi dem FC‑Star zwei- dreimal den Ball gegeben. Aber: „El Mala ist im Grunde gar nicht ins Spiel reingekommen.“ Dabei sei der 20-Jährige ein Spieler, „der dir wirklich hilft“.
Lienen hätte sich mehr konkrete Unterstützung für den Kölner gewünscht: „Ich meine, ich kann ja mal von hinten überlaufen und schaffe Überzahl. Dann kann El Mala auch mal nach innen gehen.“
Bundestrainer Jürgen Klopp habe El Mala nach dem Schlusspfiff immer wieder in den Arm genommen: „Ich nehme mal an, dass er das alles so gesehen hat“, so die Hoffnung von Ewald Lienen.
Der Kölner hatte gegen Serbien nur eine echte Torchance – die allerdings hatte es in sich. In der 57. Minute reichte El Mala eine Körpertäuschung, um zu einem Schlenzer anzusetzen. Der Ball verpasste das Tor nur knapp. Lienen sicher: „Wenn der oben reinfliegt, dann hast du einen anderen El Mala auf dem Platz.“
Vier Minuten später bereitete Mittelstädt das 2:0 durch Wirtz vor. Lienen lobte diese Aktion zwar ausdrücklich. Sein Vorwurf aber: Danach habe sich der VfB-Profi wiederholt abgedreht und El Mala nicht mehr gesucht. Unterstellen wolle er Mittelstädt nichts, betonte Lienen; das Verhalten sei ihm aber „ein bisschen bitter aufgestoßen“.
Schon heute Abend könnte El Mala gegen Griechenland von Beginn an auflaufen. Nach Serge Gnabrys Abreise aus dem DFB-Aufgebot ist ein Platz in der Offensive frei. Ob Klopp den Kölner tatsächlich in die Startelf stellt, ist noch offen.
Vor dem Spiel hatte El Mala eine klare Ansage gemacht: „Wir werden uns gut vorbereiten. Und dann werden wir hoffentlich eine Schlacht hinlegen.“ Über Klopp schwärmte er, der Bundestrainer sei nah an der Mannschaft und gebe den Spielern das Gefühl, dazuzugehören.

