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„War nicht einmal am Spielfeld“ Fehler im DFB-System: 1860-Profi muss Gelbsperre ein zweites Mal absitzen

Richard Neudecker sitzt bei einem Spiel von 1860 München auf dem Rasen.

Richard Neudecker, hier am 6. August 2021, darf aufgrund eines System-Fehlers des DFB für 1860 München gegen Kaiserslautern nicht spielen.

Eigentlich hatte Richard Neudecker seine Gelbsperre schon abgesessen, der Profi von 1860 München darf aufgrund eines DFB-Fehlers allerdings auch gegen Kaiserslautern noch nicht spielen.

Fußballspieler fehlen ihren Klubs immer mal wieder wegen Verletzungen oder Sperren wie Roten Karten. Dass ein Verein einen Profi aber nicht einsetzen kann, weil dem Verband ein Fehler unterlaufen ist, kommt eher selten vor.

So aber nun beim TSV 1860 München passiert! Aufgrund eines „Fehlers im System“ des DFB können die Münchner im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht auf Richard Neudecker (25) zurückgreifen.

Richard Neudecker hatte Sperre eigentlich schon abgesessen

Der Offensivspieler ist laut DFB-System noch Gelb-gesperrt, hat seine Sperre aber eigentlich schon abgesessen.

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Der Hintergrund ist kurios: In der Partie gegen Wehen Wiesbaden am 15. Januar hatte Neudecker seine fünfte Gelbe Karte in dieser Spielzeit gesehen. Folgerichtig kam der 25-Jährige im Spiel darauf nicht zum Einsatz. Zuletzt kassierte der Spielmacher dann seine insgesamt sechste Gelbe Karte – laut DFB war dies jedoch seine fünfte Verwarnung. Die Folge: Neudecker muss gegen Kaiserslautern zugucken.

Michael Köllner: „Ganz schweres Spiel vor der Brust“

Die Diskrepanz zwischen der DFB- und der 1860-Statistik basiert Vereinsangaben zufolge auf einer fehlerhaften Eingabe beim Spiel am 12. September gegen den Halleschen FC. Dort hatte der Verband anstelle von Neudecker versehentlich Milos Cocic die Gelbe Karte zugeschrieben.

„Milos Cocic war zu diesem Zeitpunkt nicht einmal am Spielfeld“, sagte Sportchef Günther Gorenzel (50) rückblickend. Trotz des Einspruchs des Vereins gebe es seitens des DFB keine Änderung. „Der zuständige Verband verweist auf die Kontrollpflicht der Vereine im Nachgang der Partie“, teilten die Münchner mit.

Doch auch ohne Neudecker wollen die „Löwen“ ihren zweiten Sieg in Folge feiern. „Jetzt steht uns ein ganz schweres Spiel vor der Brust. Da ist schon allein in der Platzierung einiges ausgedrückt“, sagte Trainer Michael Köllner vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten. (tsc/dpa)

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